Würgt Chinas Regierung das Wirtschaftswachstum ab?
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 22. Februar 2010, 19:00 Uhr
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In meinem letzten Profit Radar hatte ich Ihnen einen meiner Favoriten-Sektoren für China vorgestellt. Vorweg jedoch kurz erst noch mal einige Worte zur aktuellen China-Thematik. Die Aktienmärkte sind manchmal schon geradezu belustigend irrational. Denn manchmal kann man es der "Diva Börse" einfach nicht Recht machen.
Wenn man dieser Tage mit Börsianern spricht, dann träumen sie nur davon, dass man endlich Signale der amerikanischen Notenbank für Zinserhöhungen in den USA erhält. Denn das wäre ein Zeichen, dass der Wirtschaftsaufschwung an Kraft gewonnen hat und nachhaltig ist. Denn nur dann kann er Zinserhöhungen wegstecken.
Moderate Zinserhöhungen sind in diesem Umfeld also eigentlich ein positives Signal. Denn sie signalisieren eine kraftvolle Wirtschaft. Jetzt geht die chinesische Regierung hin und erhöht die Zinsen, um eine Überhitzung der eigenen Wirtschaft zu vermeiden (was sowieso absolut richtig ist). Gleichzeitig bekommt die Börse aus China also das Signal, dass das Wirtschaftswachstum im Reich der Mitte robust ist - und dem Markt ist das auch nicht Recht.
Ja was will die Börse denn nun? Die Angst regiert, dass Chinas Regierung mit überzogenen Zinserhöhungen das Wirtschaftswachstum abtöten könnte. Ich halte diese Befürchtungen für unberechtigt. Was vielmehr passiert ist: 2008/2009 bekam die chinesische Regierung wirklich Panik, dass die eigene Wirtschaft in eine handfeste Krise rutschen könnte.
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