Worte der Woche: Deutsche Bahn will wieder deutscher werden
Cindy Bach in Insider Daily
vom 18. Februar 2010, 14:30 Uhr
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Meine "Worte der Woche" kommen heute von Carsten Brönstrup. Er veröffentlichte gestern im „Tagesspiegel" seine Kolumne zum zukünftigen Verzicht der Deutschen Bahn auf Anglizismen. Wenn auch Sie als Bahnkunde sich in letzter Zeit häufiger mal entgeistert gefragt haben, warum bei einer Deutschen Bahn Servicepoints statt Service-Schalter und Night-Liner statt Nachtzüge angesagt sind, dann werden die nachfolgenden Ausführungen Sie sicher begeistern. Viel Spaß beim Lesen.
„Wer eine Bahnreise plant, tut bekanntlich gut daran, ein Englisch-Wörterbuch in den Koffer zu legen. Schließlich gilt es, sich am "Counter" des "Service Points" beraten zu lassen, um dann nach hoffentlich kurzer Wartezeit in der "DB Lounge" mit per "Bahncard" ermäßigtem "Ticket" etwa die "City Night Line", also den Nachtzug, zu besteigen. Am Ziel angekommen, lässt sich die Weiterfahrt per "Call a bike" organisieren, alternativ per "Carsharing". Und alle sind happy.
Vorbei. Die Deutsche Bahn will in Zukunft weniger Anglizismen verwenden - das hat Vorstandschef Rüdiger Grube nun in einem Brief an den Bundestagsabgeordneten Ernst Hinsken (CSU) versprochen. "Flyer" sollen fortan "Handzettel" heißen, "Counter" werden in "Schalter" umbenannt, "Hotlines" in "Service-Nummern". Und statt "Call a bike" will man vom "Mietrad-Angebot der Deutschen Bahn" sprechen. "Die Verwendung der deutschen Sprache im Interesse der allgemeinen Verständlichkeit ... liegt uns sehr am Herzen", schreibt Grube. Nur Bezeichnungen, "die auch bei fehlenden Englischkenntnissen verstanden werden", sollen bleiben - "Intercity" und "Bahncard" fielen darunter."
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Gerd Peffgen (18.02. 2010 16:14 Uhr):
Die unmotivierten Quasibeamten bei der Bahn wollten sich mit den englischen Bezeichnungen einen modernen Anstrich verpassen. Pünktlichkeit und saubere Bahnen und ein durchschaubares Tarifgefüge sind den Kunden aber wichtiger. Dafür gab es aber nie einen englischen Begriff
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