Woran Sie die nächste Goldrallye erkennen
Alexander Hahn in Investoren Wissen
vom 3. Dezember 2008, 16:00 Uhr
ENL5454
Liebe Leser,
ich hoffe, Sie hatten einen guten Start in die neue Woche.
Die vergangenen Tage erhielt ich eine Reihe von Zuschriften Ihrerseits. Viele von Ihnen schickten mir Vorschläge zu Sektoren, zu denen Sie gerne mehr wissen möchten. Andere Zuschriften wiederum baten mich deutlich, das Thema "Sektorindizes" und weitere, theoretische Betrachtungen doch nicht zurückzustellen, sondern dazu etwas zu schreiben.
Generell werde ich von meinem Plan, das Thema nicht in Form einer größeren Serie vorzustellen, nicht sonderlich abweichen. Es zeigt sich einfach, dass die Mehrheit von Ihnen in der momentanen Situation der Märkte Ideen und Vorschläge für konkrete Vorgehensweisen bevorzugt. Natürlich soll aber niemand leer ausgehen! Daher werde ich nächsten Mittwoch einen längeren Artikel mit entsprechenden Literaturempfehlungen für alle Interessierten bringen. Wer dann noch Fragen zur Thematik hat, kann mich ja per E-Mail kontaktieren. Gerne helfe ich.
Ich denke, auf diese Weise werde ich Ihnen allen bestmöglich gerecht.
Auch geht es am Freitag los mit der viel gewünschten, längeren Artikel-Serie "Hintergrundwissen: Geld und Finanzsystem"
Kommen wir jedoch zum Thema der heutigen Ausgabe: GOLD
Woran Sie die nächste Gold-Rallye erkennen
Viele Kommentatoren und auch ich haben immer wieder darauf hingewiesen, dass die fundamentalen Umstände für Gold sehr günstig sind. Abgesehen davon, dass m.E. jeder in den momentanen Zeiten einen Grundvorrat physischer Edelmetalle als Versicherung besitzen sollte, stellt sich natürlich die folgende Frage: Wie erkennen wir, wann Gold denn nun tatsächlich ausbrechen wird?
Mein Tipp: Achten Sie auf den US-Dollar.
Ein guter Index, welcher die Dollar-Stärke relativ zu einem Korb wichtiger Währungen angibt, ist der US-Dollar-Stärken-Index. Dieser spricht, hinsichtlich der letzten zwei Monate, eine klare Sprache:
Momentan sehen wir, bedingt durch die Massenverkäufe größerer Adressen, eine künstliche Hebung des US-Dollars. Für alle Bestände, welche diese größeren Adressen abbauen (seien es Aktien, Rohstoffpositionen, Derivate...), müssen als Gegenwert US-Dollars gekauft werden.
Diese massiven Summen führen zu einer künstlichen Aufwertung des US-Dollars, die keineswegs mit tatsächlicher, fundamentaler Währungsstärke verwechselt werden sollte. Die Musik wird hier sicher nicht ewig spielen und das Erwachen sehr schmerzhaft.
Wenn Sie auf einen neuen Goldanstieg lauern, würde ich diesen Chart (natürlich auch die Goldcharts) im Auge behalten. Der Moment, in dem der US-Dollar wieder "zusammengefaltet" wird, lässt sich bei der aktuellen politischen Lage (Rettungspaket nach Rettungspaket, die FED kauft inzwischen sogar Staatsanleihen, ...) wohl kaum vermeiden.