Wohin die „Große Korrektur“ führen kann
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 4. November 2010, 07:30 Uhr
ENL5454
Die New York Times teilt uns mit, wohin die Große Korrektur" führen könnte:
"Wie viele Mitglieder der japanischen Mittelklasse hat Masato Y. vor zwei Jahrzehten ein Leben geführt, für das er weltweit beneidet werden konnte. Masata, ein kleiner Geschäftsmann, kaufte eine Eigentumswohnung für 500.000 Dollar, machte in Hawaii Urlaub und fuhr einen neuen Mercedes."
Aber sein Lebensstandard fiel zusammen mit dem der gesamten japanischen Wirtschaft. Zuerst einmal musste er seine Auslandsreisen reduzieren und dann einstellen. Er tauschte den Mercedes gegen ein günstigeres einheimisches Modell. Letztes Jahr verkaufte er seine Eigentumswohnung - für ein Drittel des Kaufpreises. Und für weniger als die Hypothek, die er vor 17 Jahren aufnahm."
Japan war so grell und modern, aber jetzt muss jeder auf eine dunkle und gebändigte Weise leben`, so Masato, 49 Jahre alt, der nicht seinen vollen Namen genannt haben möchte, weil er nicht die 110.000 Dollar Hypothek, die er noch schuldet, zurückzahlen kann."
....Seit fast einer Generation ist (Japan) in der Falle von niedrigem Wachstum und einer Abwärtsspirale der Preise, bekannt als Deflation, im Prozess des Schrumpfens von einem wirtschaftlichen Godzilla zu wenig mehr als einem nachträglichem Einfall der globalen Wirtschaft."
In den USA, Großbritannien, Spanien, Irland - überall machen sie jetzt das durch, was Japan vor einem Jahrzehnt oder so mitgemacht hat - so Richard Koo, Chefvolkswirt bei Nomura Securities, der vor kurzem ein Buch über Japans Lektionen für die Welt geschrieben hat. `Millionen Individuen und Unternehmen sehen ihre Bilanzen untergehen, deshalb nehmen sie ihr Bargeld, um Schulden zurückzuzahlen, anstatt sich neues Geld zu leihen und es auszugeben."