Wochenausblick: Apple´s Zuversicht und Nokia´s Drama
Cindy Bach in Insider Daily zum Thema Börse
vom 19. Oktober 2009, 14:30 Uhr
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für den DAX und seine internationalen Indizeskollegen dürfte es Dank Konjunkturzuversicht und einer überaus gut gestarteten Berichtssaison in der kommenden Börsenwoche weiter nach oben gehen. Allerdings ist die Erwartungshaltung der Anleger nach dem geglückten Auftakt der Quartalsberichte in den USA auch relativ hoch.
Die Akteure auf dem Börsenparkett werden also mit Argusaugen auf die Zahlen der großen US-Firmen schauen, welche in den nächsten Tagen auf der Agenda stehen. Am Dienstag etwa rücken die Titel von Texas Instruments und Apple in den Blick. Der Chiphersteller und der iPhone-Hersteller werden am Montag nach Börsenschluss über ihre Geschäftsentwicklung in den letzten drei Monaten berichten und dürften damit am Tag darauf auch die Aktien deutscher Technologiewerte bewegen.
Am Mittwoch und Donnerstag geht es in Sachen Zahlen in die Vollen. Neben Flugzeugbauer Boeing und der Bank of America, geben auch Amazon, Amgen und Online-Auktionsriese Ebay ihre Zahlen bekannt. Ansonsten dürfte die kommende Woche in Deutschland noch relativ ruhig verlaufen, bevor dann auch hierzulande die Berichtssaison Fahrt aufnimmt. Am Donnerstag stehen die Baumarktkette Praktiker und die Onlinebank Comdirect mit ihren Quartalszahlen auf der Agenda.
Nokia-Zahlen: Nach 16 Jahren erstmals rot
Bereits berichtet und enttäuscht hat Nokia. Statt eines erwarteten Gewinns musste der weltgrößte Handyhersteller vergangene Woche für das dritte Quartal einen Verlust vermelden. Grund war laut eines Berichts der Financial Times Deutschland eine Abschreibung von 908 Mio. Euro auf den gemeinsam mit Siemens betriebenen Mobilfunknetzausrüster Nokia Siemens Networks. Es war das erste Mal seit 16 Jahren, dass Nokia rote Zahlen meldete.
Der Branchenprimus wies zwischen Juli und September einen Verlust je Aktie von 15 Cent aus. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten mit einem Gewinn je Aktie von 14 Cent gerechnet. Der Umsatz sank gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 19,8 Prozent auf 9,8 Mrd. Euro. Die Zahl verkaufter Mobiltelefone ging um 8 Prozent auf 108,5 Mio. Stück zurück. Anleger reagierten verstört auf das Ergebnis und schmissen zuhauf Nokia-Anteile auf den Markt. Das Papier fiel in Helsinki zeitweise um mehr 10 Prozent.
Angeblich plant Nokia nun den Einstieg in das PC-Geschäft. Geplant ist ein eigenes Notebook. Auch ein Anzeichen dafür, dass es im Stammgeschäft mit den Mobilfunktelefonen längst nicht mehr so rund läuft. Und auch wenn es beispielsweise Branchenkollegen wie Apple bisher immer glänzend gelang, sich in neuen Produktgruppen zu etablieren, muss dies nicht zwangsläufig auch für Nokia gelten. Apple ist allein schon wegen Steve Jobs glücklichen Händchens für Trends eine Ausnahme.
Und überhaupt: Insbesondere der PC-Markt ist bereits von etablierten Anbietern wie Dell, Acer und Apple überfrequentiert. Nokia wird demzufolge einen enormen Werbeaufwand betreiben müssen, um hier Fuß zu fassen. Die Zukunft ist also für die Schweden recht unsicher.
Ich wünsche Ihnen allen einen guten Start in die ereignisreiche Börsenwoche.
Ihre
Cindy Bach
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Klaus Gerecke (19.10. 2009 15:18 Uhr):
Schweden? Welche Schweden???
Antworten - Kommentar von Klaus Ramm (19.10. 2009 15:47 Uhr):
Alter Schwede! Ist Nokia nicht in Finnland beheimatet? FG
Antworten - Kommentar von Thomas Günther (19.10. 2009 22:02 Uhr):
Hallo Frau Bach, Nokia kommt nicht aus Schweden sondern aus Finnland :-))
Antworten - Kommentar von Thomas (19.10. 2009 22:02 Uhr):
Hallo, seit wann kommt Nokia aus Schweden, ich dachte Nokia kommt aus Finnland? Gruß TS
Antworten - Kommentar von Hedda Phonphai (20.10. 2009 13:00 Uhr):
Liebe Frau Bach. Ich wollte nur darauf ammerksam machen das NOKIA ein rein finnische Firma ist. Sie notieren zwar auf der Stockholer Börse, aber die Wurzeln sind meines wissens rein finnisch. Mit Grüssen. Hedda Phonphai
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