Wochenanalyse für den Japanischen Yen
Jürgen Nowacki in Investoren Wissen
vom 22. Februar 2012, 16:00 Uhr
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warum eigentlich nicht einmal dem Yen auf den Zahn fühlen, dachte ich mir heute Morgen. Immerhin habe ich vor 2 Wochen für meine Target-Trader-Leser eine EUR/JPY-Position auf einen steigenden Euro gegen Japanische Yen gekauft. Jetzt, wo der Euro - wie von mir prognostiziert (Probelesen: hier) - kurz vor seinem Kursziel steht, wäre es an der Zeit zu überprüfen, ob die Position aufgestockt, gehalten oder vielleicht verkauft und der Gewinn von 40 Prozent realisiert werden sollte.
Für diejenigen, die das Währungspaar EUR/JPY bislang nicht auf dem Radar hatten, möchte ich noch einmal etwas weiter ausholen. Der Euro hat seit Juli 2008 massiv verloren und den Yen um mehr als 40 Prozent aufgewertet (s. Monatschart), was dem Export japanischer Güter arg zusetzte.
EUR/JPY für Trader besser als EUR/USD
Während sich der Euro gegen US-Dollar schwer tut, das vorläufige Ende der drohenden Zahlungsunfähigkeit Griechenlands in steigende Kurse umzusetzen, stehen die Chancen für den Euro gegen den Japanischen Yen sehr viel besser. Zum einen war das Jahr 2011 für Japan ein Katastrophenjahr. Mit Fukushima und der Flutkatastrophe in Thailand ist das Wirtschaftswachstum zum Erliegen gekommen und in eine Rezession umgeschlagen, was den Yen-Anstieg abbremste. Aber für Devisenhändler zählen nicht die Argumente der Vergangenheit, sondern die Argumente der Zukunft. Und hier dürfte Japan 2012 seine Wirtschaftsleistung wieder steigern. Dieses Argument hilft uns also bei der Prognose, wie weit der Yen sich jetzt abschwächen könnte, nicht weiter. Elliott-Wave-Fans unter Ihnen mögen bemerken, dass eine Bodenbildung jetzt bevorsteht, weil die fünfte Welle im Monatschart ihren Abschluss gefunden hat und damit den Abwärtszyklus im Euro beenden könnte. Das hört sich gut an, ist aber für die Leser unter Ihnen, die sich mit Elliott nicht anfreunden können, schwer nachvollziehbar.
Wenn Sie Stammleser des Target Trader sind, dann wissen Sie, dass ich einen sehr viel einfacheren Ansatz der technischen Analyse verfolge. Er besteht in einer Art Checkliste mit 5 bis maximal 7 Stufen der Entscheidungsfindung. Heute bespreche ich einen Teil davon, um Ihnen einen kurzen Überblick zu geben.
Zum zweiten Teil von: Signale des Kerzencharts, der Morning Doji Star