Wo Millionen, ja Milliarden sprudeln
Cindy Bach in Insider Daily zum Thema Global Anlegen
vom 6. August 2010, 14:30 Uhr
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und wieder eine Woche geschafft. Unglaublich, 31 von 52 Wochen des Jahres 2010 sind schon wieder vorüber. Auch die letzte Woche war wieder ausgesprochen ereignisreich. Das Thema Berichtssaison haben wir ja ausführlich abgehandelt. Es gab mal wieder jede Menge positive Überraschungen. Auch von der Konjunkturfront gab es in dieser Woche mal wieder Gutes zu berichten. Der US-Arbeitsmarkt entwickelte sich im Juli wohl besser, als von Experten erwartet. Die Börsenakteure schienen erleichtert und schickten den DAX gleich zwei Tage in Folge auf neue Jahreshochs. Sommerlaune pur auf dem Börsenparkett - es kann so schön sein.
Buffett und Gates haben was abzugeben
In Spendenlaune befinden sich aktuell die beiden US-amerikanischen Multimilliardäre Warren Buffett und Bill Gates. Der Superinvestor und der erfolgreiche Microsoft-Gründer haben die Forbes-Liste der reichen Menschen der Welt abgegrast, um ihre "Kollegen" dazu zu animieren, sie bei ihrem Projekt "The Giving Pledge" (Das Spendenversprechen) zu unterstützen.. Der Projektaufruf heißt: "Bitte spende die Hälfte Deines Vermögens für karitative Zwecke!"
Die Resonanz soll bislang groß sein. Trotz der für den Club absolut unantastbaren Regel, dass 50% des Vermögens gespendet werden müssen, hätten sich bereits 40 US-Milliardäre zur Teilnahme an der Aktion bereit erklärt. Dadurch seien bereits Spendengelder in Höhe von unglaublichen 100 Mrd. Dollar (rund 75 Mrd. Euro) zusammen gekommen.
Natürlich geben Gates (dessen Vermögen aktuell auf 53 Mrd. Dollar geschätzt wird) und Buffett (Vermögen aktuell: 47 Mrd. Dollar) ebenfalls die Hälfte. Der Microsoft-Mann und seine Frau sind ohnehin für ihr großes soziales Engagement bekannt. Sie unterstützen medizinische Forschungsprojekte, haben schon jetzt Großteile ihres Vermögens für Hilfe in der Dritten Welt gegeben. Und so werden die beiden "Spendensammler" trotz der bereits erreichten Summe noch eine Weile weitermachen mit dem Spendensammeln. Angeblich wollen sie nun auch noch nach Asien reisen, um dort bei den Reichen persönlich anzuklopfen und für ihr Ansinnen zu werben. Nach deren Einschätzung gebe es auch dort jede Menge brach liegende Milliarden zu sammeln. Ich wünsche viel Erfolg.
BP hat was abzudichten
Nun mal ganz woanders hin: Da sprudelten in den letzten drei Monaten auch die Millionen, doch das war eine Katastrophe. Die Rede ist vom Bohrloch im Golf von Mexiko. Hier gelang gestern endlich der lang ersehnte Erfolg: Der Energiekonzern BP hat das Bohrloch nach eigenen Angaben erfolgreich mit Zement verschlossen. Im nächsten Schritt überwache BP eigenen Angaben zufolge nun den Druck im Bohrloch, um sicherzugehen, dass die fünfstündige Verschlussaktion erfolgreich verlief.
Nachdem zuvor bereits schwerer Schlamm in das Leck gepumpt worden war, ist die Operation "Static Kill" nun abgeschlossen. Ab Mitte August könnte laut BP die Nachfolgeoperation "Bottom Kill" anlaufen. Mit zwei Entlastungsbohrungen soll dabei Beton und Schlamm von unten in die lecke Steigleitung in etwa 5.500 Metern Tiefe geleitet werden. Seit dem Beginn der Katastrophe am 20. April sind laut Schätzungen der US-Regierung rund 780 Mio. Liter (4,9 Mio. Barrel) Rohöl in den Ozean geströmt. Davon seien 127 Mio. Liter (800.000 Barrel) aufgefangen und auf Schiffe gepumpt worden. Es ist damit die größte Ölpest aller Zeiten.
Jede Menge Superlativen gab es also in dieser Woche. Die eine dürfte wohl zu gespaltenen Ansichten, die andere zu allgemeiner Freude rund um den Globus führen. Damit beschließe ich nun die Woche und wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende.
Ihre
Cindy Bach
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