Wissenswertes zum Thema Goldmünzen
Michael Vaupel in Traders Daily
vom 15. April 2008 12:00 Uhr
ENL5454
*** Ein wichtiger Punkt zum Thema Goldmünzen. Dazu schrieb mir Trader´s Daily-Leser G. D.:
„Herrn Vaupels Ansicht, dass Goldmünzen Feinunze alle gleich sind, entspricht nicht ganz den Tatsachen. So haben etwa die Philharmoniker den höchsten Goldfeingehalt, der nicht überall ganz gleich ist. Bitte nachprüfen.“
Meine Antwort:
Doch, entspricht den Tatsachen. Die genannten Goldmünzen sind vom Wert her gleich.
Denn:
Eine Goldmünze wie die der Wiener Philharmoniker hat zwar einen höheren Gold-Feingehalt als z.B. der Krügerrand (der auf 91,69% Goldanteil kommt).
Aber: Die Münze mit dem geringeren Feingehalt wiegt dann entsprechend mehr.
Im Endeffekt muss jede Gold-Anlagemünze, die einer Feinunze Gold entspricht, auch genau eine Feinunze Gold enthalten.
Die Münzen, deren Gold-Feingehalt geringer ist, sind einfach entsprechend schwerer. So wiegt ein Krügerrand 33,9305 Gramm. Multipliziert mit dem Gold-Feingehalt von 91,69% kommen Sie so genau auf eine Feinunze Gold (ca. 31,1 Gramm).
Also: Eine Goldmünze über eine Feinunze Gold enthält auch eine Feinunze Gold. So wie es nur einen Rudi Völler gibt, gibt es auch nur eine Maßeinheit „Feinunze Gold“.
*** Nichts steigt ohne Pause:
Auch die chinesischen Aktien haben in den letzten Wochen korrigiert, wie es so schön heißt.
Ich möchte die jüngsten Kursrückgänge in China aber mal in eine andere Perspektive setzen: Und zwar den Blick auf die Entwicklung seit dem Jahrtausendwechsel.
Seit Anfang 2000 hat der S&P 500 Index bis heute per saldo….5% verloren.
Die chinesischen A-Aktien sind seitdem per saldo um….124% gestiegen. Und das berücksichtigt schon den drastischen Kursverlust seit letztem Oktober (seitdem ging es 43% abwärts). Im Oktober lag das Plus bei 296%.
Wenn irgendeine Anlage in weniger als 8 Jahren um 296% steigt – glauben Sie wirklich, dass es da in diesem Tempo weitergehen kann? Eben.
Mit chinesischen Aktien wird sich wieder Geld verdienen lassen, diese Korrekturphase ist nicht das Ende des Bullenmarktes. Ob das jetzt schon der Boden ist, weiß ich nicht. Aber was ich sagen kann:
Wenn Sie einen Anlagehorizont von einigen Jahren haben, dann können Sie langsam an Kaufen denken. Denn auch wenn es jetzt noch 5% oder 10% abwärts gehen solle – was macht das, wenn sich die Kurse in zwei, drei Jahren wieder mehr als verdoppelt haben?
Und: Wenn chinesische Aktien, dann H-Aktien. Die sind die nach wie vor am günstigsten bewertete Kategorie.
Beste Grüße,
Michael Vaupel