Wissenswertes über Nickel
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 21. Juni 2007 20:45 Uhr
ENL5454
Geschichte
Nickel wurde bereits 3400 Jahre vor Christus genutzt. Damals allerdings wohl nicht gezielt, sein Auftreten in Bronze aus damaliger Zeit kommt wohl eher einer Verunreinigung gleich.
Zum ersten Mal wurde Nickel wohl in China gezielt genutzt. Das belegen Schriften aus dem Jahre 1700 v. Christus. Die erste reine Darstellung des Metalls erfolgte 1751 durch Axel Fredric Cronstedt, der dem Metall auch seinen Namen verlieh.
Vorkommen
Nickel tritt in gediegener Form nur im Erdkern auf. In der Erdhülle ist es mit einer Häufigkeit von 0,01 % in Erzen vertreten. Dich wichtigsten Erze für die Nickelproduktion sind der Nickelmagnetkies und der Kupferkies.
Darüber hinaus sind wohl die Laterite Träger von über 70 % der bekannten Nickelreserven. (Die bekannten abbaubaren Reserven liegen zwischen 70 und 170 Millionen Tonnen; im letzten Jahr wurden weltweit 1,34 Millionen Tonnen gefördert). Deren Abbau wird aber erst seit kurzer Zeit interessanter, da die anderen Erzreserven schwindend sind und die Verarbeitung der Laterite nicht ganz billig ist.
Ein Erz muss mindestens 0,5 % Nickel enthalten um den Abbau wirtschaftlich rentabel zu machen.
Produzentenländer
Die größten Produzenten sind Russland, Australien, Kanada, Neukaledonien und Indonesien (wo es übrigens große Mengen an Lateriten gibt).
Eigenschaften
Nickel ist gegenüber Wasser und Luft äußerst beständig. Auch verdünnte Säuren greifen das silbrig – weiße Metall nur langsam an.
Verwendung
Aufgrund dieser Eigenschaften wird Nickel hauptsächlich als Legierungsmetall eingesetzt. Hauptsächlich wird es in der Stahllegierung verwendet, da es die Stähle korrosionsbeständig macht und überdies deren Härte, Zähigkeit und Duktilität erhöht.
Weitere Nickellegierungen verwendet man für die Herstellung von Bestecken und elektrotechnischen Geräten, sowie als elektrische Widerstände in Druckgasflaschen und sogar als Katalysatoren zur Hydrierung organischer Verbindungen.
Darüber hinaus werden Nickellegierungen für Münzen hergestellt.
Nickel als Metall wir für den Apparatebau in der chemischen Industrie und in Labors verwendet. Darüber hinaus dient es ebenfalls als Metall als Katalysator in der Biochemie. Als Überzugsmetall kann es zum Vernickeln von Metallgegenständen, im Sinne eines Korrosionsschutzes verwendet werden.
So long liebe Leser….ich hoffe nur, dass kein Hedgefonds irgendwann auf die Idee kommt Agrarrohstoffe zu horten…das könnte sonst teuer werden …vielleicht sollte ich doch den Erwerb eines kleinen Gartengrundstücks in Erwägung ziehen… :-)
Ihre Miriam Kraus
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