Wirtschaftspolitik von Bush funktioniert
J. Christoph Amberger in Baltimore in Traders Daily
vom 12. Mai 2005 12:00 Uhr
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*** Hier ein paar News, die Sie wahrscheinlich nicht in den Finanzmedien finden werden. Es wird wahrscheinlich auch von den Kommentatoren unter unseren perma-bearishen Freunden ignoriert werden.
Denn es sieht – wieder einmal – so aus, als ob die angebotsorientierte Wirtschaftspolitik à là Reagan der Bush-Administration funktioniert. Nicht nur, dass die US-Wirtschaft schneller wächst als die europäischen und viele asiatische Konkurrenten, sondern im April stiegen auch die Steuereinnahmen so stark, so dass sich das prognostizierte Defizit von 54 Milliarden im laufenden Quartal Dollar in einen Überschuss verwandelt hat. Das US-Finanzministerium hat zudem mitgeteilt, dass es sich im laufenden Quartal nicht wie vorhergesehen im aktuellen Quartal 12 Milliarden Dollar leihen will, sondern 42 Milliarden Dollar zurückzahlen möchte.
Steigende Steuereinnahmen hatten bereits im letzten Jahr das Defizit ein wenig geringer als prognostiziert ausfallen lassen – wenn das Defizit auch 412 Milliarden Dollar erreichte, was das nominal größte jemals erreichte Defizit war.
Analysten schätzen das Defizit des laufenden Jahres nun auf 370 Milliarden Dollar.
Werden die Ausländer – die bereitwillig US-Anleihen kaufen, um ihre von der US-Nachfrage abhängigen Volkswirtschaften zu stützen – auch weiterhin amerikanische Schulden kaufen?
Benjamin Franklin hat einmal bemerkt, dass das Hämmern des Schuldners früh am Morgen und noch spät am Abend für den Gläubiger mehr wert sei als die schönsten Versprechungen. Besonders dann, wenn der Schuldner seinen Schuldendienst leistet.
*** Wo wir gerade von Hämmern sprechen: In den USA wird morgens, tagsüber und nachts gehämmert. Die Produktivität der US-Arbeiter ist erneut gestiegen, schneller als erwartet. Im ersten Quartal stieg die Produktivität um aufs Jahr hochgerechnete 2,6 %, verglichen mit 2,1 % im Vorquartal (ebenfalls aufs Jahr hochgerechnet). Gleichzeitig stiegen die Arbeitskosten um 2,2 %.
Die Produktivität im produzierenden Gewerbe stieg um 3,9 %, nach 6,3 % im letzten Quartal 2004.
*** Am 17. März empfahl Brad Colburn eine Aktie mit Namen Wild Oats (OATS:NASDAQ). OATS ist im Ernährungsgeschäft (organisch) tätig. Dieses Unternehmen betreibt ein Dutzend Läden, die gesunde, organisch produzierte Lebensmittel anbieten.
"Ich weiß, ich weiß", sagt Brad. "So sexy wie Arbeitsschuhe, oder? Denken Sie nochmal drüber nach, Chef. Was mein Interesse geweckt hat, ist die Tatsache, wie kraftvoll OATS seinen 50-Tage-Gleitenden-Durchschnitt ein paar Tage vor meiner Empfehlung durchbrochen hat. Nach weiterer Recherche empfahl ich die Aktie. Meine Leser haben OATS für 7,97 Dollar gekauft."
"Seitdem hat OATS nicht mehr zurückgeblickt. Seit meiner Empfehlung ist das Unternehmen ein paar Mal upgegradet worden, es ist in der Presse positiv besprochen worden und hat einen neuen Finanzvorstand bestimmt. Das alles hat den Kurs durch die Decke steigen lassen. Der Kurs hat in weniger als 2 Monaten 40 % zugelegt. In diesem Markt? Ich beschwere mich nicht."