Wirtschaftsinstitute

in DAX Daily
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der aktuelle Aktiencrash könnte deutlich auf die Realwirtschaft Einfluss nehmen und die Wachstumsperspektiven in den USA und Deutschland massiv verschlechtern. Für das Jahr 2012 waren die meisten Konjunktur-Experten vor dem Crash zunächst von traumhaften Wachstumsperspektiven, dann von einer kleinen Konjunkturdelle ausgegangen. „Wenn jetzt die Börsen zusammenbrechen, sieht es für 2012 schlecht aus“, sagte Kai Carstensen, Chefvolkswirt vom Ifo-Institut, gestern dem Handelsblatt. Die Finanzmärkte könnten bereits in der zweiten Jahreshälfte 2011 für einen Absturz der Konjunktur sorgen. Die jüngste Entwicklung erhöhe die Unsicherheit, was sich nachteilig auf die Investitionsneigung der Firmen und die Konsumbereitschaft der Verbraucher auswirke.


                                                               

Schön falsch herum gedacht und argumentiert! Die Börse ist das Fieberthermometer der Wirtschaft und sie zeigt einen direkten Marsch in die Rezession an, bevor sich dieser tatsächlich ereignet (auch wenn es diesmal reichlich lange dauerte mit der Erkenntnis). Wir haben es bei den fundamentalen Wirtschaftsdaten bereits seit Beginn diesen Jahres mit einer zunächst schleichenden, dann immer stärker werdenden Wachstumsabschwächung zu tun (bei ifo, ISM, Arbeitsmarktdaten, Frühindikatoren usw.), die zuletzt bedrohlich an Fahrt gewonnen hat. Die Wirtschaftsinstitute haben diese Entwicklung völlig ignoriert und hinken ihr auch jetzt noch hinterher. Nun den schwarzen Peter den Börsen zuzuschieben, um die eigene Schlafmützigkeit nicht eingestehen zu müssen, ist etwas zu durchsichtig.

 

Aber die Institute sind ja gemeinhin als Trendfolger, nicht als Trendsetter bekannt, das heißt, sie sind regelmäßig spät dran im Erkennen von Trendwechseln. Wenn sie sich eines Tages wieder mit Horrorprognosen überschlagen werden, dann sollten Sie eindringlich über neue Aktienengagements nachdenken. Die Börse macht da einen besseren Job, zumindest wenn man glaubt, was man sieht und die Realitäten nicht ständig umdeutet (wie etwa „Irrtum“, „Übertreibung“, „Unterbewertung“). Wozu brauchen wir hochbezahlte Experten mit fehlerhaften Prognosen, wenn es halbwegs effiziente Märkte gibt, die zu treffsichereren Aussagen kommen?

 

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von
Henrik Voigt
Henrik Voigt

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Kommentar von Werner Bläser

So komplett von der Hand zu weisen ist die Argumentation des IFO nicht. Denn die amerikanischen Verbraucher, besonders die Pensionäre, sind in ihrem Reichtum und damit in ihrem Konsumverhalten natürlich ungleich stärker von der Börsenentwicklung abhängig als die Europäer. Und die US-Wirtschaft ist privatkonsumabhängig. Soweit die USA also noch die Weltwirtschaft beeinflussen (was natürlich heute in sehr viel geringerem Mass der Fall ist als früher), könnten sich durchaus gewisse, wenn auch beschränkte negative Effekte auf die Realwirtschaft ergeben.

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Kommentar von Lützenrath

die Tendenz dieses Kommentars im Handelsblatt ist eindeutig: nicht der Markt und Politik ( Wahlgeschenke ), sondern die Spekulanten sind Grund für den Crash. Panem et Circenses wie im alten Rom schon populär, um die Plebs ruhig zu halten, sind nicht mehr finanzierbar und haben zu einer Überschuldung geführt. Sinnvoll ist eine Realpolitik, nicht eine Parteipolitik mit gegenseitiger Schlammschlacht. Dieser ist der Wähler überdrüssig und verweigert sich zugunsten radikaler Randgruppen.

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