Wirklich wichtige Indikatoren
Michael Vaupel in Investors Daily
vom 31. März 2010, 18:00 Uhr
ENL5454
skurril, diese Finanzmärkte. Nehmen wir den viel beachteten Indikator „Konsumentenvertrauen (Uni Michigan)". Wahrscheinlich Millionen Trader weltweit achten auf diesen Index, bei minimal überraschenden Werten werden teilweise auch Rohstoffpreise gedrückt oder beflügelt.
Dabei werden für den vorläufigen Wert gerade einmal 250 amerikanische Verbraucher befragt (wie sie ihre aktuelle und zukünftige finanzielle Situation beurteilen) - und daraus wird dann dieser Index gebastelt.
Diese 250 Verbraucher sollen mit ihren Aussagen („ach eigentlich gerade gar nicht so schlecht") sinnvolle Indikatoren für die Bewegung z.B. des Maispreises sein? Lächerlich! Ich nenne Ihnen Fakten, die ich stattdessen für wirklich wichtig halte:
China importiert täglich 5 Millionen Barrel Rohöl, war im vergangenen Jahr mit 43% der Weltnachfrage an Basismetallen der größte Einzelverbraucher. Darüber hinaus wurden mit 12,7 Millionen Autos mehr Fahrzeuge gekauft als in irgendeinem anderen Land der Welt, einschließlich den USA.
Aufgrund solcher Fundamentaldaten komme ich zu meinen Empfehlungen in meinem Börsendienst Rohstoff-Signale. Und ich bin zuversichtlich, dass wir damit und nicht mit solchen „dubiosen Indikatoren", denen die Masse hinterherläuft, auf dem richtigen Weg sind.
Mit besten Grüßen
Michael Vaupel
Diplom-Volkswirt
Chefredakteur Rohstoff Signale
Hinweis: Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt, ist ein echter Vollblut-Börsianer. Sein Schwerpunkt liegt auf der volkswirtschaftlichen Analyse bestimmter Märkte und der Ableitung von Investmentempfehlungen. Dabei hat er sich besonders auf den vielfältigen Bereich der Derivate spezialisiert und ist über seine jahrelange Erfahrung zum gefragten Experten für Optionsscheine, Zertifikate, Futures und Co. geworden. Weitere Infos und eine GRATIS-Testmöglichkeit für seinen Börsendienst finden Sie hier: Rohstoff-Signale