Wird demnächst China das US-Zinsniveau bestimmen?
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 19. April 2010, 07:30 Uhr
ENL5454
Wird China die amerikanischen Zinsen festsetzen?", fragte ein Beitrag im International Herald Tribune. Floyd Norris erklärt:
So wie die Dinge heute stehen, verkauft China den größten Teil von dem, was die Welt am meisten will. China nutzt dann die Dollar, die es dabei verdient, um amerikanische Schatzanleihen zu kaufen. Das hilft, die amerikanischen Zinssätze gering zu halten und regt die Verbraucherausgaben an, wodurch Amerika in der Lage ist, noch mehr von China zu kaufen. Es ist das größte Finanzierungsprogramm von Seiten eines Verkäufers aller Zeiten."
Und es hat China in die Kommandoposition erhoben.
Während die Amerikaner ihr Geld ausgeben, baut China seine Produktionskapazitäten aus. China wird reich, indem es Schnickschnack und elektronische Nebenprodukte und ausgewählte Verbrauchsgüter an Amerika verkauft. Die imperialen Konsumenten werden auf der anderen Seite immer ärmer. Jeden Tag wandern 2 Milliarden Dollar Netto aus den amerikanischen Händen in immer stärkere asiatische Hände.
Die Idee imperialer Finanzwirtschaft ist, dass die zentrale Imperialmacht reicher wird und nicht die Vasallen. Amerika hat eine Möglichkeit gefunden, das umzudrehen. Es wird, relativ betrachtet, immer ärmer.
Und nun sind die Mächte an der Peripherie, die eigentlich untergeordnet sein sollten, tatsächlich in der Lage, das Imperium zu ruinieren.
Wenn die Chinesen und andere Haupthalter amerikanischer Schatzanleihen anfingen zu verkaufen...müsste Amerika eine unglaubliche Menge Geld bezahlen. Die Zinssätze würden steigen. Der Immobilienboom würde zu einem Immobilienzusammenbruch. Das Imperium würde bei den untergeordneten Staaten um mehr Kredite betteln müssen.
Was ist das für ein Imperium? Es gab eine lange Reihe amerikanischer Anführer, die über die Weltbühne spazierten wie Pfaue - den Kasperle Theodore Roosevelt, den Drückeberger Wilson, den anderen Roosevelt...Truman...Johnson...Reagan...Bush...und keiner von ihnen scheint eine Ahnung zu haben, wie man ein Imperium dazu bringt, sich auszuzahlen.
Den Vereinigten Staaten ist es in der jüngsten Vergangenheit mehr als irgendeiner anderen militärisch oder wirtschaftlich dominierenden Macht gelungen, ein Imperium aufzubauen", schreibt Deepak Lal, aber Amerika zögert, sich der daraus resultierenden Verantwortung zu stellen."
Ganz im Gegenteil, Amerika hat sich die rote Farbe der Tuniken aufgebürdet und das Spektakel ist noch lustiger als irgendein anderes von denen, die ich bisher gesehen habe.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Herbert Bellschan von Milodenburg (19.04. 2010 08:49 Uhr):
Gratuliere zum Mut vom Onkel Sam endlich die Wahrheit zu sagen...
Antworten - Kommentar von Peter Harting (19.04. 2010 09:08 Uhr):
Mir kommt dieser Beitrag bekannt vor, so als wäre er schon einmal vor drei, sechs oder neun Jahren geschrieben worden. Aktuell ist er noch immer!
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