Wir nähern uns der Bewertungsrelation zu Zeiten der Finanzkrise!

in Nebenwerte Daily
vom


 

Während der absolute Wert der Goldindizes noch meilenweit über ihrem Tief zu Ende des Jahres 2008 notiert (siehe oben), sieht es derzeit bewertungstechnisch jedoch ganz anders aus. Wenn wir die Relation des Philadelphia Gold- & Silberindex XAU im Verhältnis zum Goldpreis betrachten, stehen wir bereits wieder in der Nähe des Tiefs zu Zeiten der Finanzkrise. Wie Ende 2008 benötigen wir weniger als eine Zehntelunze Gold, um eine Einheit des XAU zu kaufen. Das ist ein Wert, der in den vergangenen zwanzig Jahren nur zu diesen zwei Zeitpunkten erreicht wurde. Als Gleichgewicht kann ein Stand von 0,2 bis 0,25 betrachtet werden, wirklich überteuert ist die Ratio erst bei Werten über etwa 0,30 - dann sollte man besser ins Gold direkt investieren als in die entsprechenden Aktien.


 

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Während wir 2008 einen beeindruckend heftigen Crash erlebten, nähern sich die Goldminen derzeit eher in der Art eines Salamicrashs den tiefen Bewertungsrelationen. Der Befund ist jedoch vergleichbar: Die Aktien sind zu günstig bewertet! Dazu passt, dass in den vergangenen Wochen immer mehr Insider wieder auf die Kaufseite wechselten. Diesen starken Händen ist es egal, ob sie den Tiefstpunkt einer Abwärtsbewegung erwischen, denn sie wissen, dass ihre Aktien günstig bewertet sind. Und so kaufen sie sich nach und nach in die Bewegung hinein.

 

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Auch sentimenttechnisch nähern wir uns einem Boden. Der Gold Miners Bullish Percent Index notiert wieder am Jahrestiefstand bei rund zehn Punkten. Dort kann er zwar eine ganze Weile verharren, wie wir in den vergangenen Monaten gesehen haben. Doch er zeigt damit einen kräftig überverkauften Markt an.

 

In dieselbe Kerbe schlägt auch Mark Hulbert, der die Märkte aus sentimenttechnischer Sicht betrachtet. Er beobachtet die Positionierung vieler kurzfristiger Börsenbriefe aus dem Goldbereich und hat daraus einen Indikator entwickelt. Dieser steht mit minus 14,8% auf dem niedrigsten Stand seit März 2009. Das bedeutet, der durchschnittliche Goldtrader hält eine Netto-Shortposition in vergleichbarer Höhe wie damals, als der Goldpreis noch 700 USD tiefer notierte. Hulbert erklärt, dass nach allen bisherigen Erfahrungen diese Positionierung dafür spricht, dass der Goldmarkt in den kommenden Wochen einen Boden ausbilden sollte, um anschließend an der "Mauer der Angst" nach oben zu klettern.

 

Interessant, dass der jüngste Ausverkauf der Goldaktienindizes und die Gegenbewegung vom Mittwoch unter deutlich erhöhtem Volumen geschahen. Noch ist der Kaufdruck zwar etwas schwächlich für einen tragfähigen Boden, doch ein erster Ansatz ist damit gemacht. Wenn der starke US-Dollar bzw. der schwache Euro nicht weiter die Rohstoffe unter Druck bringt, kann sich daraus schnell eine Erholung ergeben - denn diese verläuft bei den Goldaktien meist sehr sprunghaft in der Art einer V-Formation. Erste Käufe auf diesem Niveau zeigen also ein interessantes Chance-Risiko-Verhältnis auf längere Sicht!

 

 

Herzliche Grüße, ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen

 

Ihre Daniela Knauer

 

von
Daniela Knauer
Daniela Knauer

Daniela Knauer legt großen Wert auf eine Streuung der Depotwerte und die strikte Einhaltung von Stopp-Kursen. Darauf weist sie ihre Leser regelmäßig hin.

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