Wie wirkt sich der EUR/USD-Wechselkurs auf deutsche Unternehmen aus?
Sven Weisenhaus in Wave Daily zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 21. Juli 2010, 13:00 Uhr
ENL5454
Die Warenlieferungen in die Länder der Eurozone beliefen sich im Mai 2010 auf 32,1 Milliarden Euro (+ 21,4%) und die Warenbezüge auf 30,6 Milliarden Euro (+ 32,8%).
In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Mai 2010 Waren im Wert von 15,0 Milliarden Euro (+ 25,8%) ausgeführt und Waren im Wert von 12,5 Milliarden Euro (+ 30,5%) von dort eingeführt.
Die Warenexporte in die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) erreichten im Mai 2010 den Wert von 30,4 Milliarden Euro, gleichzeitig wurden Waren im Wert von 24,6 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert.
Die folgenden Zahlen helfen einen Überblick darüber zu bekommen, inwieweit sich der Euro-Wechselkurs auf die deutschen Unternehmen auswirkt. Noch mal kurz und knapp:
Exporte gesamt: - - - - - - - 77,5 Mrd. Euro
Exporte Eurozone: - - - - - 32,1 Mrd. Euro (41,4 %)
Exporte EU ohne Euro: - - 15,0 Mrd. Euro
Export außerhalb EU: - - - 30,4 Mrd. Euro
Importe gesamt: - - - - - - - - 67,7 Mrd. Euro
Importe Eurozone: - - - - - - 30,6 Mrd. Euro (45,2 %)
Importe EU ohne Euro: - - - 12,5 Mrd. Euro
Importe außerhalb EU: - - - - 26,4 Mrd. Euro
Fazit
58,6% der Exporte werden in Nicht-Euro-Länder exportiert. Bei den Importen liegt der Wert bei 54,8%.
Der Euro-Wechselkurs (nicht nur gegenüber dem USD) hat also gerade für deutsche Unternehmen eine hohe Relevanz aufgrund des hohen Außenhandels-Anteils mit Ländern außerhalb der Eurozone.
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