Wie umgehen mit dem „politischen Sommertheater“?
Cindy Bach in Insider Daily zum Thema Kapitalschutz
vom 4. Juni 2010, 14:30 Uhr
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heute lesen Sie einen Gast-Kommentar von meinem geschätzten Kollegen Jürgen Schmitt aus seinem erfolgreichen Börsendienst "Das Top-10-Depot". Hier nimmt er das politische Kasperle-Theater in Berlin ins Visier und rechnet ab. Darüber hinaus erfahren Sie, was angesichts des politischen Wirrwarrs rund um Euro, EU und Staatspleiten für das weitere Vorgehen bei Ihren Investments wirklich essentiell ist.
Politisches Sommertheater belastet
Von Jürgen Schmitt
Normalerweise können wir das politische Kasperle-Theater, das seit Jahren in Berlin aufgeführt ist, ja weitgehend ignorieren. Je weniger hier eigentlich geschieht, desto besser ist das für uns alle. Gott sei Dank besitzen wir eine im Kern gesunde Wirtschaft, die uns auch in den kommenden Jahrzehnten einen recht breiten Wohlstand garantiert. Mit etwas Sorge blicke ich aber auf die jüngsten Rücktritte von Roland Koch und Horst Köhler. Zwar waren beide Herren heftig umstritten, dennoch standen sie für das letzte Fünkchen Wirtschaftskompetenz in Reihen der Union, nachdem zuvor ja Friedrich Merz ausgebootet wurde.
Natürlich machen nun Spekulationen die Runde, dass die Rücktritte auch mit den übereilten Beschlüssen für das Euro-Hilfspaket" im Zusammenhang stehen könnten, das Deutschland unter Umständen zu immensen Milliarden-Transfers in die PIIGS"-Länder zwingen könnten. Jedenfalls macht unsere Kanzlerin derzeit alles andere als eine gute Figur - was aber auch für den Rest der amtierenden Regierung gilt. Ändert das jetzt etwas an unserem Fahrplan?
Entscheidend ist und bleibt die Wall Street
Gestern sah es zunächst wirklich so aus, als könnte die Korrektur beendet sein. Nach anfänglich deutlichen Kursverlusten, drehten Dow Jones & Co. deutlich in die Pluszone - begleitet von guten Wirtschaftsdaten. Erneut kam es aber in der letzten halben Handelsstunde zu massiven Verkäufen. Das ist angesichts der ohnehin angeschlagenen Markttechnik kein gutes Zeichen.
Aus technischer Sicht erscheint es mir sehr wichtig, dass der Dow Jones jetzt schnell wieder die Hürde bei 10.300 Punkten meistert und der S&P-500 über 1.100 Punkte klettert. Andernfalls müssen wir uns kurzfristig doch noch einmal auf eine weitere Schwächephase einstellen, auch wenn die (prozentualen) Restrisiken überschaubar sind. Das wäre zwar kein Beinbruch, würde aber den weiteren zeitlichen Ablauf etwas verzögern.
Herzliche Grüße
Jürgen Schmitt, Chefredakteur von Das Top-10-Depot
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Ich wünsche Ihnen allen ein sommerliches und erholsames Wochenende.
Ihre
Cindy Bach