Wie sollte Europa organisiert sein?
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 31. Mai 2011, 07:30 Uhr
ENL5454
Es gibt unterschiedliche Vorstellungen dazu, wie Europa zusammengesetzt sein sollte.
Ich habe hier in Frankreich, wo ich seit Jahren hauptsächlich lebe, schon viele Meinungen zu diesem Thema gehört. Aber ich habe noch keine gehört, die es wert war, aus anderen Gründen als zur Unterhaltung angehört zu werden. Manche Leute wollen ein starkes und nach vorn gerichtetes Europa, weil sie glauben, dass das zu Fortschritt" führt.
Sie sehen nicht gerne, dass die Dinge auseinander brechen. Andere wollen keine weitere politische Integration. Sie machen sich Sorgen, dass die Polen ihren Anteil an französischen Installationsarbeiten bekommen... oder dass Türken bald in Paris die Taxis fahren.
Nur die französischen Bauern scheinen noch zu wissen, auf welcher Seite ihres Brotes die Marmelade ist, sie unterstützen die Verfassung, weil sie auch weiterhin die großzügigen Subventionen haben wollen.
Man sollte solche Sachen nie in öffentlichen Wahlen entscheiden", sagte eine Frau bei der französischen Hochzeit am Wochenende. Sehen sie den Mann, der da vorne im Türrahmen lehnt? (Sie zeigte auf ein bescheidenes Wohnhaus aus dem ein Ruheständler heraus sah.) Sie können es nicht solchen Leuten überlassen, über das Schicksal Europas zu entscheiden. Ihm geht es nur darum, seine Pension unter Dach und Fach zu bringen. Louis XIV hat sich auch nicht auf Wahlen verlassen bevor er Versailles baute. Napoleon hat kein Referendum abgehalten bevor er Russland angriff:"
Vielleicht hätte er das besser..." , antwortete ich.
Die dümmsten Ansichten kommen allerdings aus der amerikanischen Presse. Amerika sieht Europa selbst als einen politischen Kontrahenten und ist heimlich froh darüber, es auseinander driften zu sehen.
Ich bin auf der Seite der Nein"-Stimmer, wenn es um ein zentrales Europa geht, allerdings aus anderen Gründen. Ich mag starke Familien, starken Alkohol und starke Währungen...aber ich ziehe schwache Regierungen vor.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von hermann schatz (31.05. 2011 08:51 Uhr):
Alle Versuche, Grenzen zwischen Sprachen, Kultruren und Nationen abzuschaffen, sind zum Scheitern verurteilt. Dies erschließt sich der Lebenserfahrung ohne Probleme, nicht aber über gleichgeschaltete Allparteien-Medien. In Islam und Judentum sind "Ungläubige" Underdogs und dürfen allzeit auch so behandelt werden. Die Internationale der Sozialisten & Kommunisten sind mit ihrem Modell ebenso grandios gescheitert wie das kapitalisitsche Globalisierungs-Modell. Völkerrecht ist Recht auf nationale Unverwechselbarkeit und Identität. Wie im kleinen so im Großen: Ein Rentner will nicht jeder Rentner sei, ein Arzt nicht jeder Arzt, ein Friseuer nicht jeder Friseur, eine Muse nicht jede Muse. Franzosen wollen keine Engländer sein, Holländer keine Molukken und Deutsche keine Türken. Alle Multi-Kulti-Einheitsträume führen in feindselige Ghettoisierungen und zu Parallelgesellschaften. In Rosenheim gibt es 46 Taxilizenzen, davon 36 sind türkisch, 6 sind ex-jugoslawisch, 4 sind deutsch. Taxibenuztzer sollten einen Stadplan und ein Wörterbuch dabei haben. Es wird in der EU auch niemals eine Einheit nationaler Wirtschaftsräume geben. Französiches Marketing funktioniert anders als das polnische, irische oder dänische. Der Versuch eines gemeinsamen Brüsseler Nenners endet in der Idiotie von Vorgaben für den Krümmungsradius für Bananen. Die EU ist genausowenig ein Zukunftsmodell, wie es die Phantasien vom Commenwealth, von Napoleon, oder der Dollar-Globalisierung sein konnte. Wo das endet? An einer Betonmauer am Ende einer vielspurigen Hochgeschindigkeits-Autobahn. In der Europäischen Insolvenz zur Abschaffung des EURO. Besser man steigt vorher auf die Bremsen.
Antworten - Kommentar von Ralf Banna (31.05. 2011 10:18 Uhr):
Hallo Bill, nohmals der Euro-Rebell vom See. Europa ist doch schon hervorragend ORGANISIERT. Wir haben in Deutschland sogar einen Paragraphen dafür: § 129 StGB ! Organisierte Kriminalität ! Gruß vom Grande Insp. Generale
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