Wie sieht das langfristige Potenzial aus?
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 14. August 2007 19:00 Uhr
ENL5454
Wie gestern angekündigt, geht es heute weiter mit Thema Afrika. Heute geht es um die Begründung, warum ich Investments in Afrika (mit der Ausnahme von Ägypten und Südafrika) auf kurz- bis mittelfristige Sicht für nicht interessant halte.
Das langfristige Potenzial ist zweifelsfrei vorhanden, aber ich sehe nicht, wie dieses Potenzial mittelfristig (3-5 Jahre) freigesetzt und ausgeschöpft werden kann. Und das ist der entscheidende Punkt. Die Börse nimmt zwar Entwicklungen vorweg, aber keine Entwicklungen, die eventuell in 10 Jahren stattfinden. Das ist übrigens der Grund, warum so viele Nanotech-Aktien trotz riesigen Potenzials nicht gestiegen sind. Aber zurück zu Afrika.
Das Hauptproblem liegt in der Historie und der politischen Situation Afrikas. Seit Jahrzehnten toben Bürgerkriege durch den schwarzen Kontinent. Fragen Sie sich bitte, wann Sie sich das letzte Mal an 1 Monat erinnern können, in dem in keiner Ausgabe der Tagesschau nicht über irgendeinen Bürgerkrieg in Afrika berichtet wurde?
Vielleicht erinnern Sie sich an den Film „Lord of War“ angeschaut. Ein interessanter Film, in dem der talentierte Schauspieler Nicolas Cage einen internationalen Waffenhändler spielt. Auch wenn ich der Meinung bin, dass dieser Film so herausragend ist, dass er 2 Stunden Lebenszeit wert ist, so hatte er doch einen interessanten Bezug zu dem Afrika-Thema, dass wir hier behandeln: Denn der Waffenhändler hielt sich zu 80% des Films während seiner Geschäfte nur in Afrika auf. Das ist ja nicht ohne Grund so (der Film basiert auf einer wahren Geschichte).