Wie Sie von der unterbewertetsten Währung der Welt profitieren können
Alex Green in Investoren Wissen
vom 22. Februar 2007 16:00 Uhr
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Liebe Leser,
wenn ich bei Finanzkonferenzen über die unterbewertetste Währung der Welt spreche, nehmen viele Teilnehmer an, es handele sich um den Yuan (chinesisch Renminbi). Schließlich hat China seine Währung auf einem künstlichen Niedrigwert festgenagelt, um die export-orientierte Wirtschaft zu unterstützen.
Aber ironischerweise ist es der freie Markt, der heute die größte Anomalie in den Währungsmärkten verursacht hat, nicht die autoritäre Regierung Chinas. Und es gibt einen einfachen Weg, hiervon einen Vorteil zu ziehen. Hier folgt wie...
Während der letzten Jahre ist der Yen kontinuierlich gegenüber dem Dollar gefallen. Kürzlich erreichte er sein Allzeittief gegenüber dem Euro. Der Langzeittrend ist leicht zu erklären. Seit 2001 hat die Bank of Japan große Mengen Geld drucken lassen, um einer Deflation entgegen zu wirken.
Eine erhöhte Menge an Yen im Vergleich zu anderen Währungen drückte den Wert nach unten. Aber dieser Trend ist seit fast einem Jahr beendet. Aus vielerlei Hinsicht sollte der Yen steigen. Schließlich ist die Deflation keine Bedrohung mehr für Japan. Letztes Jahr hat die Bank of Japan sogar die Zinssätze erhöht, welche 5 Jahre lang bei Null lagen.
Weiterhin hat Japan ein gewaltiges Plus auf dem Währungskonto mit mehr als 180 Milliarden Dollar. Das wirkt sich ebenso positiv auf den Yen aus. Also warum verzeichnet der Yen neue Tiefstände?
Dafür gibt es zwei Gründe: Der erste ist bekannt als „carry trade“. Investoren leihen Geld in Yen – da die Zinssätze so niedrig sind – und investieren dann die Gewinne in ergiebigere Währungen. (Und es gibt tatsächlich keine, die weniger ertragreich wäre.) Da der Yen verkauft werden muss, um das geliehene Geld in andere Währungen zu stecken, übt das einen unverminderten Druck auf die japanische Währung aus.
Aber es gibt noch einen Faktor zu beachten. Der meiste internationale Handel wird in Dollar oder Euro betrieben. Dazu müssen die Importländer ihre eigene Währung verkaufen, um von außerhalb kaufen zu können. Da die asiatischen Länder am meisten untereinander handeln, beeinflusst der Währungsfluss der Region auch den Verkauf des Yen.
Was noch mehr Öl ins Feuer gießt und somit den Yen weiter schwächt. Also wie kann ein Investor aus dem Westen davon profitieren?
Ganz einfach ... durch die japanischer Exportfirmen. Warum? Weil japanische Exporteure für Dollar, Euro oder andere stärkere Währungen verkaufen und die Ausgaben wie Produktion, Arbeitskosten und die Zinsen in Yen bezahlen. Das heißt sie machen schon Gewinne aus dem Währungsaustausch.
Führende japanische Exportunternehmen beinhalten:
Toyota (NYSE: TM), Canon (NYSE: CAJ), Mitsubishi (OTC: MMTOF), Sony (NYSE: SNE), Honda (NYSE: HMC), Nissan (Nasdaq: NSANY) and Matsushita (NYSE: MC).
Aktien dieser Firmen zu kaufen, während der Yen schwach ist, hat zwei große Vorteile. Erstens die Produkte dieser Firmen haben Preisvorteile auf dem Weltmarkt, welches die Einnahmen nach oben treiben sollte. Zweitens diese Aktien sind zur Zeit billig für amerikanische Investoren aufgrund des Wechselkurses Dollar/Yen.
Kurz gesagt, heute Aktien japanischer Exporteure zu kaufen gibt Ihnen die Möglichkeit, weltklasse Unternehmen mit steigenden Umsatzerwartungen und niedrigen Preisen zu erwerben. Vielleicht sollten Sie einen Yen für japanische Exporteure übrig haben.....
Viel Erfolg
Alex
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