Wie man von seinen Investments leben kann
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 9. März 2011, 07:30 Uhr
ENL5454
Die meisten Leute wollen am liebsten Rentier sein", sagte meine Frau Elizabeth. Ich weiß, dass ich es gerne wäre."
Ein Rentier ist jemand, der von einer Rente" lebt - im Sinne eines eigenen Investments. Wenn man z.B. ein Gebäude mit Apartments besitzt und von den Mieteinnahmen lebt, dann ist man Rentier. Deshalb besitzt man so ein Gebäude. Man möchte die Einnahmen.
Das macht einen zu einem Investor. Wenn man so ein Gebäude kauft, weil man denkt, dass es im Preis steigt, dann ist man kein Investor; dann ist man ein Spekulant. Man spekuliert darauf, dass man einen Zuwachs des eigenen Vermögens erhalten wird.
Die meisten Leute, die sich Investoren nennen, sind gar keine wirklichen Investoren", erklärte ich. Wenn man wirklich ein Investor ist, dann muss man sein Investment sorgfältig studieren, und sicher machen, dass dieses einen Zahlungsstrom generiert, welcher das Investment auch rechtfertigt.
Aber nur sehr wenige Aktien bieten eine Dividendenrendite, die überhaupt nach Abzug der Inflation eine reale Rendite übrig lässt. Die Dividendenrendite liegt bei nur ca. 2% durchschnittlich (bei US-Aktien)....und die Inflation liegt ebenfalls in etwa dieser Höhe. Die tatsächliche Inflation dürfte aber noch höher sein....was bedeutet, dass man mit US-Aktien Geld verliert, wenn diese nicht im Kurs steigen."
Und wie wahrscheinlich ist es, dass die Kurse steigen werden? Jeder scheint zu denken, dass sie steigen werden. Ben Bernanke - der mächtigste Ökonom der Welt - sagt, dass er sicherstellen wird, dass sie steigen werden. Und sie sind auch seit fast zwei Jahren gestiegen.
Also...warum keine US-Aktien kaufen?
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Franz Steinbauer (09.03. 2011 07:54 Uhr):
Es gibt eine Menge Gründe warum US-Aktien längerfristig keine gute Anlage sind: 1) Was ist, wenn die QE-Maßnahmen auslaufen? Die US-Aktien werden dann vermutlich fallen. 2) Was ist, wenn die Kurse bereits jetzt zu hoch sind? Die amerikanischen Unternehmen verdienen schon jetzt nicht so gut, dass das derzeitige Niveau der Aktienkurse bei vielen US-Unternehmen gerechtfertigt ist. Wenn die Inflation weiter steigt und der Ölpreis explodiert wird das die Aktienkurse sicher auch nicht beflügeln. 3) Für Europäer ist es zusätzlich nicht ratsam in USD-Werte zu veranlagen, wenn offensichtlich ist, dass die US-Währung samt den Resten der US-Wirtschaft gerade in den Graben gefahren wird. (Ob die Politik in Europa alles viel besser macht, will ich damit aber nicht zum Ausdruck bringen).
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