Wie man richtig Geld verdienen kann
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 13. Oktober 2010, 07:30 Uhr
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Mein alter Freund Ronan McMahon hält mich auf dem Laufenden. Irland wird Pleite gehen, sagt er.
Die Iren haben sich in den Boomjahren zu viel Geld geliehen. Die Banken haben dummerweise zu viel Geld verliehen. Und dann hat die Regierung dummerweise gesagt, dass sie den Banken helfen will....obwohl die vier mal so viel verliehen hatten, wie das irische BIP groß ist. So haben die Dummen die größte irische Bank - Anglo Irish - übernommen. Und jetzt gehen sie Pleite.
Aber das ist es wert gewesen. Was für einen Ritt Irland gemacht hat! Das waren die Ärmsten in Westeuropa...und dann wurden sie die Reichsten in Westeuropa. Und jetzt werden sie wieder die Ärmsten sein...
Es wäre besser gewesen, wenn sie ein besseres Verständnis für Architektur gehabt hätten in den fetten Jahren...dann hätten sie die irische Insel nicht mit so vielen hässlichen Gebäuden vollgestellt. Nun, jetzt müssen die Iren mindestens eine Generation lang mit den Hinterlassenschaften der reichen Jahre leben...
Natürlich könnte man dasselbe über die USA sagen. All diese Vororte mit den neuen Gebäuden...all diese shopping malls"...all diese Parkplätze...
Von den ganzen Schulden ganz zu schweigen!
Ja, wir werden mit diesem Blasen-Müll" noch viele Jahre leben müssen.
Aber Ronan hat etwas Interessantes gesagt. Ich habe mit ihm über den irischen Immobilienmarkt gesprochen. Da gibt es ein großes Angebot. Die Käufer können praktisch die Preise selber bestimmen. Aber die richtig guten Immobilien sind in der Hand von Insidern. Wenn die sehen, dass eine bestimmte gute Immobilie zum Schnäppchenpreis zu haben ist...dann schnappen sie zu.
Das signalisiert mir, dass der ganze Prozess der Schulden-Zerstörung noch einen weiten Weg vor sich hat. Die Wertgegenstände sind immer noch attraktiv. Die Investoren denken immer noch, sie können Geld verdienen, wenn sie niedrig kaufen und teuer verkaufen. Mit anderen Worten: Sie denken immer noch, dass die Preise wieder steigen werden.
Sie haben noch nicht aufgegeben. Sie sind immer noch willig, zu kaufen - zum richtigen Preis.
Aber Moment Mal. Wenn das Ende kommt...dann werden sie nicht mehr an irgendeinem Preis interessiert sein. Dann sollten selbst einige der besten Immobilien keine Gebote mehr erhalten. Dann werden alle Beteiligten, auch die Insider, das smarte Geld", davon überzeugt sein, dass man mit Immobilien nur Geld verliert - weil die Immobilienpreise immer fallen. Dann werden die Insider aufgegeben haben.
Dann, und nur dann, kann man erwarten, wieder richtig Geld mit irischen Immobilien zu verdienen.
Beim Aktienmarkt ist es nicht anders. Was die Investoren jetzt wollen, sind Schnäppchen. Sie denken, dass sie Geld verdienen können, wenn sie zum richtigen Preis kaufen. Dann, wenn die Erholung" kommt, werden ihre Aktien steigen. Sie denken, dass der Aktienmarkt noch immer aufwärts gerichtet ist.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Ernst Gugelmeier (13.10. 2010 10:35 Uhr):
Sie machen flotte Gedankenspiele, wagen aber letztlich keine Prognose oder Empfehlung! Dem Anleger nützt dies nichts. Ihre falsche Aktienprognose schadet. Die Aktien werden schon deswegen steigen, weil das viele Geld irgendwo hin muss und keiner Alternativen aufzeigt. Dabei ist es einfach: Beinahe jeder Anleger kann so investieren, dass über gesetzliche Fördermaßnahmen (z.B. Solar!) Erträge über 6-11% gesichert sind; er kann auch in kluge Sachwertkonzepte investieren und durch gesicherte Steuerersparnisse Eigenkapital schonen oder gar ersetzen. Berater nüssen Farbe bekennen, unabhängig beraten oder Ihre Abhängigkeit (z.B. von Umsatzvorgaben Ihrer Bank) aufzeigen; sie müssen betreuen und ggfs nachjustieren!! Sie müssen mutig sein und irrenden Anlegern auch unverblümt sagen, dass sie und wo und warum sie daneben liegen. Das ist nicht die optimale "Geldverdiene"! Man gewinnt nie immer! Aber nur so bleibst Du Mensch und meistens auch der Freund Deines Anlegers.
Antworten - Kommentar von KH (13.10. 2010 11:19 Uhr):
Wo soll denn das inflationäre Geld hin, wenn nicht in Sachwerte? Währungen kommen und gehen Sachwerte bleiben.
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