Wie man Dummheit in Gold verwandelt
unserem Korrespondenten Bill Bonner in Investors Daily zum Thema Gold als Geldanlage
vom 06. September 2005 18:00 Uhr
ENL5454
Es ist keine Frage, im vergangenen Jahr hat die Fähigkeit der Aktionäre, Dummheit zu Geld zu machen, alles übertroffen", sagte Warren Buffett bei einem Treffen von Aktionären im April 2000.
Heute ist die Dummheit der Hauskäufer unübertroffen. Vor fünf Jahren haben die Käufer von Technologieaktien an etwas geglaubt, dass nicht wahr war – dass diese Aktien auf ewig steigen würden. Heute glauben die Hauskäufer (Spekulanten) an etwas, dass nicht wahr ist – dass die Preise auf ewig steigen werden.
Aber wie kann man aus deren Dummheit Geld schlagen?
Verkaufen!
Und da liegt der Haken. Wer will schon sein eigenes Haus verkaufen, nur um die Dummheit der Hausspekulanten zu Geld zu machen? Abgesehen davon muss man ja immer noch irgendwo leben. Wenn man schon da lebt, wo man leben will, was wäre da der Sinn?
Die letzten Nachrichten besagen jedoch, dass die Bauunternehmer die Dummheit der Hauskäufer im großen Stil ausnutzen. Sie verkaufen ihre eigenen Aktien, als erwarteten sie einen Crash.
Mein Rat: Folgen Sie den Insidern, verkaufen Sie die Bauunternehmen.
In der Zwischenzeit warten die Bauunternehmer auf einen weiteren großen Zahltag. Hunderttausende Häuser müssen wieder aufgebaut und renoviert werden. Und sie rechnen mit leichtem Geld aus Washington. Alan Greenspan traf sich am Freitag mit Präsident Bush. Sie werden den Hurrikan vielleicht als Grund nehmen, eine weitere große Menge an Krediten zu ermöglichen.
Der "Meister" (Alan Greenspan) hat die Zinssätze langsam wieder "normalisiert" – d.h. er hat sie wieder knapp über die Inflationsrate angehoben. Er warnt die Nation auch vor zu starker Verschuldung. Aber die einzige Möglichkeit, die Dinge zu normalisieren, ist, die Raten anzuheben, so dass die Verbraucher aufhören, so viel Geld zu leihen und auszugeben. Das würde – fast mit Sicherheit – zu einer Rezession führen. Weder Bush noch Greenspan wollen eine Rezession. Eher würden sie das ganze Land unter Wasser setzen. Egal, soll sich doch die nächste Regierung und die nächste Generation Gedanken darüber machen, wie man die Dinge wieder trocken kriegt. Somit werden also die kleinen Schritte hin zu höheren Zinssätzen von der Fed vermutlich bald wieder gebremst werden.
Ich vermute, dass es dazu führen wird, dass der Dollar noch ein bisschen fällt. Ende letzter Woche fiel er auf 1,25 Dollar für den Euro ... Gold stieg um 8 Dollar.
Chuck Butler hat dazu Folgendes mitzuteilen: "Der September ist erst wenige Tage alt und schon ist der Dollar um über zwei Cent im Vergleich zum Euro gefallen."
"Der Verkauf des Dollars ging sehr schnell vonstatten, ohne Unterbrechungen und ohne Anfälle von Profitentnahme im Euro und bei anderen Währungen. Der Dollar ist unter dem Druck jetzt doch zusammengebrochen, und meiner Meinung nach wird er dass auch weiterhin tun."
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