Sven Weisenhaus handelt seit mehr als 10 Jahren Aktien, Zertifikate und inzwischen hauptsächlich CFDs. Im Wave Daily dreht es sich meist um Elliot Wellen.
Sven Weisenhaus in Wave Daily zum Thema Edelmetalle
vom
Natürlich sehe ich die Zukunft durchaus bullisch, solange die Zinsen auf dem aktuell niedrigen Niveau bleiben. Sonst hätte ich ja nicht über den Teileinstieg geschrieben.
Doch ich hatte auch über Widerstände auf dem Weg nach oben geschrieben, die ich bei 33,30 und ca. 35,66 USD sehe. Den ersten Widerstand hat Silber bereits erreicht. Die rot gestrichelte Linie lässt schon erkennen, warum dieser Bereich als Widerstand fungiert. Hier liegen die Tiefs zwischen Mai und Juli 2011 sowie ein Zwischenhoch von Anfang Dezember.
(Quelle: CFX-Broker) Silber, Candlestick-Chart, Tageskerzen, April 2011 bis heute
Im Bereich von 35,66 USD bildet sich in Kürze ein Kreuzwiderstand aus der Abwärtstrendlinie und dem Hoch der Welle iv. Und genau in diesem Bereich dürfte die deutlich härtere Nuss für Silber zu knacken sein.
Ich gehe also davon aus, dass der Kurs noch bis 35,66 USD ansteigen kann. Dort muss das Kursverhalten beobachtet werden. Erst dann ist eine weitere Prognose möglich, denn dort entscheidet sich, ob der Kurs im Abwärtstrend bleibt oder ihn brechen kann. In jedem Fall wird der Kurs wohl eine Zeit lang konsolidieren.
Gold und Silber werden langfristig schlicht unnütz
Soweit zum kurzfristigen Blick in die mögliche Zukunft. Ich möchte aber nicht unerwähnt lassen, dass ich langfristig für Silber bärisch bleibe. Wenn die Krise vorüber ist oder sich auch nur der bereits begonnene Gewohnheitseffekt weiter fortsetzt und die Zinsen der Notenbanken wieder anziehen, wird es für viele Anleger keinen Grund mehr geben, Gold und Silber zu halten. Denn das Motiv des sicheren Hafens wird dann nicht mehr begründet sein.
Lediglich die exzessiven Kursgewinne wurden leicht korrigiert
Und man darf auch nicht vergessen, dass wir derzeit lediglich die immer exzessiveren Kursgewinne der Vergangenheit korrigieren.
(Quelle: CFX-Broker) Silber, Candlestick-Chart, Tageskerzen, logarithmisch
Ich denke nicht, dass wir nun wieder die übertriebene Dynamik von 2010 bis 2011 aufnehmen werden. Vielmehr dürfte der Silberpreis eher in einer Bandbreite, die von den Marktteilnehmern noch herausgearbeitet werden muss, mittelfristig seitwärts tendieren.
Letztlich halte ich ein Erreichen der unteren langfristigen Trendkanalbegrenzung (graue Linien) für sinnvoll. Und genau diese dürfte im Rahmen einer Seitwärtsphase erreicht werden. Da dies durchaus erst in einem Jahr der Fall sein könnte, besteht die Möglichkeit, dass der Kurs dann mit anziehenden Notenbankzinsen aus der Aufwärtstrend herausfällt, was zu meiner langfristigen Erwartung passt.
Fazit
Daraus resultiert:
-
kurzfristig noch aufwärts
-
mittelfristig seitwärts (1-Jahres-Sicht)
-
langfristig abwärts (bis 3 Jahre)
Ich wünsche Ihnen gute Gewinne
Sven Weisenhaus
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- Kommentar von Goldsucher
Habe selten so einen Quark gelesen. Zuerst bringen Sie die Nachricht, daß die FED die Zinsen bis Ende 2014 quasi bei 0% beibehält um drei Absätze weiter zu vermerken das bei steigenden Notenbankzinsen in ca. 1 Jahr der Silberkurs aus dem Aufwärts- trend herausfällt. Was denn jetzt? These ihrerseits: Gold und Silber werden unnütz, wenn die Krise vorüber ist. Weit gefehlt. Gold und Silber sind seit tausenden von Jahren W e r t a u f b e w a h r u n g s m i t t e l. Haben Sie schon einmal gehört, daß in versunkenen Schiffen nach Papiergeld oder Staatsanleihen gesucht wurde? Ich nicht. Diese sind nämlich i.d.R. entweder längst verottet oder zwischenzeitlich durch Währungsreform ausradiert.. Edelmetalle dagegen haben immer noch ihren Wert, vielleicht sogar ein mehrfaches. Man muß kapieren um was es heute geht. Man bekämpft eine Schuldenkrise mit immer mehr Schulden und glaubt dies sei die Lösung. Offensichtlich sind Sie auch dieser Meinung, da Ihre Kommentare keinen anderen Schluß zulassen. Nein, es geht nur darum sich vor Ver- mögensverlust zu schützen. Dafür eignen sich Edelmetalle am besten. Wenn man sich dazu noch einige gute Aktien ins Depot legt ist man für die Zukunft gut gerüstet.
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus:
Hallo Goldsucher! - - - Zur den Aussagen der Notenbank habe ich aber auch angegeben, dass ich diese nur für eine "Beruhigungspille" und "eine zeitpunktbezogene Aussage" halte. Weiter schrieb ich: "Sollte sich ein schnelleres Wachstum abzeichnen, als es aus heutiger Sicht erwartet wird, bin ich mir sicher, dass die Notenbank nicht zögern wird, den Leitzins auch früher anzuheben." - - - Ich kann genau so wenig derart weit in die Zukunft schauen, wie ich es den Notenbänkern zutraue. Daher sind die langfristigen Angaben abhängig von der Entwicklung der Leitzinsen. im Fazit hatte ich daher auch einen Zeitraum von bis zu 3 Jahren angegeben. Und Ende 2014 lautet ja derzeit auch das Zeitziel der Fed für niedrige Zinsen. - - - Vergessen Sie bitte auch nicht die antizipative Entwicklung der Märkte. Ein eventuelles (und keinesfalls sicheres) Ende der Krise und die Aussicht auf steigende Zinsen dürften bereits Monate vorweg in die Preise eingearbeitet werden. - - - Ich hoffe, dass Sie mit diesen ergänzenden Worten meinen Beitrag besser verstehen. - - - Vermutlich lesen Sie den Wave Daily noch nicht so lange, sonst würden Sie wissen, dass Ihre Argumente hier bereits mehrfach dieskutiert wurden. Schauen Sie sich doch einfach einmal den langfristigen Goldchart in meinem Beitrag vom 15. November 2011 an (http://www.investor-verlag.de/gold-mini-korrektur-reicht-nicht-fuer-eine-marktbereinigung/113115221/). Auch Ende der 70er Jahre gab es eine ähnliche Bewegung wie heute. Wer jedoch auf dem hohen Niveau noch kaufte, benötigte mehr als 30 Jahre, um den damailigen Wert des Goldes wieder zu erhalten. Ein "Wertaufbewahrungsmittel" sieht für mich anders aus, vor allem, wenn man die Inflation in diesem Zeitraum noch hinzunimmt. Warum sollte das Ende der aktuellen potentiellen Blase nicht genau so aussehen? Wenn Sie jetzt Gold kaufen und der Kurs nun nicht mehr deutlich steigt sondern in 3 Jahren beginnt zu fallen und dann wieder 30 Jahre vor sich her dümpelt, dann ist nicht viel mit Werterhalt. - - - Bei Ihrem netten Vergleich zum Thema Schatzssuchen unterstellen Sie, man könne nur Geld oder Gold halten. Sie lassen dabei außer Acht, dass ich statt Gold aber auch Aktien oder Immobilien kaufen kann, die in 30 Jahren vielleicht deutlich mehr im Preis gestiegen sind als Gold. Insbesondere wenn es tatsächlich zu dem von mir erwarteten Kursverhalten, ähnlich wie dem in dem Langfristchart kommt. - - - Ihr Kommentar ist auch typisch und auch das habe ich mehrfach bereits hier schon geschrieben: Ich kann schreiben was ich will, aber sobald ich mich negativ über die zukünftige Goldentwicklung äußere, kommen die kritischen Kommentare. Das ist ein eindeutiges Anzeichen für eine Euphorie der Anleger und vergleichbar mit dem Neuen Markt. Wo der endete, wissen Sie vermutlich auch. - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Kommentar von carl
nach elliott kommen wir bei silver sowohl auch als bei gold nun in welle primary 3 von major III. primary 1 (von nov. 2008 bis aug. 2001) dauerte fast 3 jahre. welle 3 ist nach elliott niemals die kürzeste und sehr dynamisch. wie soll es da jetzt mit silver nun in den nächsten 3 jahren nach unten gehen ? und das bei einem fundamentalem hintergrund wie in US Geological Survey von herbst 2004 beschrieben ?
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus:
Guten Tag Carl! - - - Vielleicht können Sie mir einen Chart schicken, in den Sie Ihre Elliott-Wellen eingezeichnet haben? Dann kann ich Ihre Angaben besser nachvollziehen. - - - Wenn nach Ihrer Zählung Welle 1 erst 2008 begann, Wie sehen Sie dann den Anstieg bis März 2008? - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Kommentar von NR
Wieso sollte die Krise vorübergehen. Die Griechen denken gar nicht daran zu sparen. Olli Rehn hat deshalb gestern gesagt dass die vereinbarte Hilfe nicht ausreicht. Deshalb kommt der -default-, u. auch die Schulden von Portugal, Spanien u.Italien sind unbeherschbar, nur eine Frage der Zeit bis diese Länder umfallen. Bisher wurde nur Zeit gekauft m.der Bekämpfung von Schulden mit immer höheren Schulden. Auch die Amerikaner erhöhen permanent die Staatsverschuldung. Das Wachstum der letzen zwei Jahre haben die nur künstlich durch Stimulusprogramme erzeugt. Aber irgendwann ist Schluss u.es muss gespart u.die Steuern erhöht werden was das Wachstum zwangsläufig stoppt. Jedes exponentielle Geldsystem steht irgendwann vor dem Ende, - das lehrt die Geschichte.
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus:
Guten Tag! - - - Meine Antwort auf Ihre Ausführungen können Sie einfach dem Wave Daily vom vergangenen Freitag und der heutigen Fortsetzung entnehmen. - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Kommentar von Goldsucher
Wenn e i n e r der Leser Ihre negative Sichtweise zu Gold anzweifelt werten Sie das als Euphorie und ziehen Paralellen zum Neuen Markt in seiner heißen Phase. Haha, die Edelmetalle sind überverkauft ohne Ende. Die Systemmedien verteufeln Gold als barbarisches Relikt und der Vermögensverwalter eines Bekannten schreibt in seiner Anlagephilosophie, daß er alle internationalen Aktien kauft, außer Gold- und Silberminenaktien. Und was 1979 am EM-Markt los war weiß ich genau. Zu dem Zeitpunkt haben Sie vermutlich noch die Schulbank gedrückt, als ich bereits mit Harmony, Driefontein und Co. mein erstes Geld an der Börse verdient habe. Ich habe zu diesem Zeitpunkt verkauft und nicht gekauft. Natürlich ist es immer das Timing das über Gewinn oder Verlust entscheidet. Und wer jetzt Edelmetalle kauft (und schon gekauft hat) macht nichts falsch. Die ZB´s drucken ohne Ende. Nach der alten Börsenweisheit "Never fight against the FED" ist jetzt eine gute Zeit zum investieren. Wann man auszusteigen hat ist wieder eine andere Frage.
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus:
Hallo Goldsucher! - - - Ich habe mich inzwischen diverse Male zu Gold geäußert und regelmäßig Gold und Silber hier im Wave Daily besprochen. Hierzu habe ich genauso regelmäßig entsprechende Lesermails erhalten, wenn ich denn bärisch war. Ich leite die Euphorie also nicht nur von Ihrer Meldung ab, sondern aus verschiedenen Beobachtungen in allen möglichen Medien. - - - Natürlich ist die Euphorie längst nicht mehr so hoch, wie noch vor der Gold- und Silberpreiskorrektur. Ist aber auch nur logisch, da die schwachen Hände längst verkauft haben und sich dabei vermutlich auch noch die Finger verbrannt haben, so dass diese auch nicht so schnell in den Markt zurück kehren. - - - Ihren Eindruck, das Gold von den Medien mehrheitlich verteufelt wird, kann ich nicht teilen. Gold ist immer noch ein riesen Thema und wird zur Portfolio-Diversifizierung empfohlen, wo es nur geht. - - - Sie werden vielleicht gemerkt haben, dass auch ich zu einem vorsichtigen Wiedereinstieg angeraten habe. Vielleicht wissen Sie aber auch, dass ich vor dem Kursrückgang frühzeitig gewarnt habe. Ansonsten werfen Sie doch einfach einmal einen Blick ins Newsletter-Archiv. - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Kommentar von carl
Sehr geehrter Herr Weisenhaus, 2001 - 2008 : Welle MAJOR I samt 5 Primary-Unterwellen, die ich hier nicht weiter ausfuehre Feb. 2008 bis Nov. 2008 : MAJOR II Seit Nov. 2008 : MAJOR III u.z. Primary 1 Ich dachte immer Sie wuerden genauso zaehlen ?? gruesse carl
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus:
Hallo carl! - - - Vielen Dank für die kurze Erläuterung zu meiner obigen Antwort. Ja, tatsächlich könnte man die Elliott-Wellen so zählen. Macht für mich durchaus Sinn. - - - Dennoch muss man beachten, dass die Elliott-Wellen eben nur eine Methode unter vielen ist. - - - Die weitere Entwicklung von Gold und Silber ist enorm davon abhängig, dass die Stimmung bullisch bleibt oder sich die aktuellen Krisen noch Ausweiten, damit die fundamentalen Rahmenbedingungen den Kursanstieg rechtfertigen. Sollte hingegen der Gewöhnungseffekt eintreten und die Krise nur vor sich hindümpeln, ohne eine gewaltige Inflation, sehe ich eben fundamental keine Gründe für die aktuell hohen Kurse. Eine Welle 5 wird es dann nicht geben. - - - Aber das ist Zukunftsmusik. Derart langfristige Prognosen beinhalten ein hohes Maß an Unsicherheit. - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von Edelmetallfreund:
Geehrter Herr Weisenhaus, es kommt drauf an wie man was schreibt, lesen Sie mal Ihre Statements zu Gold und Silber, wie auch z.B. das neueste: "Gold und Silber werden langfristig schlicht unnütz" Wenn ich auch mal SOOOO antworten darf, so einen Schrott habe ich noch NIE gelesen ;-) Silber wird übrigens auch (hauptsächlich) in der Industrie verbraucht!!! Ohne Silber würde es in der Medizin, Umwelttechnik, Maschinenbau, Elektrotechnik, Computer, Auto, Handy,............................... vieles nicht geben!!! Silber unnütz, dass ich nicht lache :-D Also erst denken , dann schreiben!
- Antwort von Sven Weisenhaus:
Hallo Edelmetallfreund! - - - Sie dürfen bei Ihrer Argumentation natürlich nicht eine Zwischenüberschrift aus dem Gesamtkontext herausreißen. - - - Gemeint und geschrieben habe ich, dass "es für viele Anleger keinen Grund mehr geben, Gold und Silber zu halten", wenn die Krise vorüber ist. Für diese Anleger hat Gold und Silber als Investment dann keinen Nutzen mehr. - - - Natürlich wird Silber gerade in der Industrie weiter von Nutzen sein. - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus