Wie funktioniert der Gold-Bullenmarkt?
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Gold als Geldanlage
vom 7. September 2011, 07:30 Uhr
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Irgendwie zeigt sich gerade kein klarer Trend. In Bezug auf Aktien zeigt alles, was ich herausgefunden habe, darauf hin, dass meine Einschätzung der "Großen Korrektur" richtig ist. Dieser Markt sollte etwas korrigieren; ich weiß nur nicht, was.
Was immer der Aktienmarkt auch tut, er reagiert NICHT auf die Art und Weise, wie es nach dem Zweiten Weltkrieg in einer typischen Erholungsphase nach einer Rezession war. Fed und Regierung haben in den USA Billionen Dollar in die Wirtschaft gepumpt. Sie haben damit nichts erreicht, außer mehr Schulden. Und genau das brauchten sie NICHT. Das wirkliche Problem - oder zumindest das offensichtlichste Problem - sind zu viele Schulden.
Indem sie die Schulden weiter erhöht haben, haben Fed und US-Regierung sich selbst keinen Gefallen getan - allerdings den Banken. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Investoren realisieren, dass die Aktien ihre derzeitigen Kurse nicht wert sind. In einer Korrektur sind sie die Kurse wert, die erst in einem Boden erreicht werden müssen. Und vielleicht steht der Dow Jones ganz am Ende beim Stand einer einzigen Feinunze Gold.
Aber das wäre noch sehr weit entfernt. Was ist bis dahin mit Gold?
Nun, Bullenmärkte - wie Liebende - testen immer ihre Verehrer(innen). Erinnern Sie sich an den Aktien-Crash von 1987? Die Aktien waren da fünf Jahre lang gestiegen. Dann kam der "Schwarze Montag". Der Dow Jones verlor 508 Punkte an einem einzigen Tag. Und bis Ende Oktober hatte der Dow Jones ein Viertel seines Standes abgegeben.
Natürlich kam eine Gruppe von 30 prominenten Ökonomen zusammen und machte sich zu Idioten. Sie kündigten an, dass die "nächsten fünf Jahre die problematischsten seit den 1930ern" werden könnten.
Und natürlich bestanden die ängstlichen Investoren den Test keineswegs. Diese verließen den Aktienmarkt - aus Angst vor einer neuen Weltwirtschaftskrise...oder vielleicht aus Angst vor einer Wiederholung des Abschwungs der 1970er. Als der Crash vorüber war, stand der Dow Jones bei nur 1.738 Punkten. Die Investoren, die 5 Jahre zuvor gekauft hatten, standen trotzdem mit 70% Gewinn da. Und der Bullenmarkt begann dann erst. Statt zu fallen, explodierten die Aktienkurse, ohne sich umzuschauen. Der Dow Jones stieg von da bis auf über 11.000 Punkte im Januar 2000. Das war der spektakulärste Zuwachs in der Geschichte des Dow Jones. Und auch die Volkswirtschaft wuchs deutlich.
Die Aktien-Investoren heute könnten auf eine Wiederholung dieses Szenarios setzen. Dann werden sie aber enttäuscht werden. Unsere heutige Welt hat nichts mit der von 1987 gemeinsam. Um es abzukürzen: Damals lag ein Bärenmarkt hinter den Investoren. Heute kommen wir aus einem langen Bullenmarkt. Damals begann ein langer Bullenmarkt bei den Staatsanleihen. Jetzt müssen wir in der Nähe eines solchen Endes sein. Und dann konnten sich damals die Haushalte und die Regierung noch weiter verschulden, um ihre Ausgaben zu decken. Jetzt ist diese Karte ausgereizt; die Neuverschuldung der Regierung ist derzeit auf Rekordniveau...aber das ist wieder eine andere Geschichte.
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