Wie es sieht nach Elliott-Wave bei Tesla aus?
Robert Schröder (Gastbeitrag) in Wave Daily
vom 12. November 2010, 13:00 Uhr
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Wie es sieht nach Elliott-Wave bei Tesla aus?
Klar, ich würde Ihnen die Aktie nicht vorstellen, wenn ich nicht ein entsprechendes Wellenbild herleiten könnte. Seit dem Juli-Tief erkenne ich ein altbekanntest Muster:
Einen ersten 5teiligen Aufwärtsimpuls bis ca. 22,20 USD und ab dort eine ausgedehnte 3teilige ABC-Korrektur, die sogar durch ein bullisches Dreieck abgeschlossen wurde. Aus diesem Dreieck ist Tesla nun jüngst nach oben ausgebrochen.
In den Chart habe ich Ihnen ein Schema eines 5teiligen Aufwärtszyklus eingefügt. Der grüne Punkt markiert in etwa die Stelle, an der sich Tesla momentan etwa befindet. Wenn wir jetzt also das Schema auf den Chart übertragen, können wir feststellen, dass die Aktie noch einiges an Potential hat. Wenn es sich bei dem aktuellen Niveau tatsächlich um die ersten Ausläufer einer Welle 3 handelt und wenn dieser Welle 3 noch eine 5 folgen würde, ergäbe sich für Tesla ein ungefähres Kursziel von 100 USD.
Fazit:
Auch wenn die Geschäftszahlen von Tesla Motors derzeit noch grottenschlecht sind, hat die Aktie rein charttechnisch viel Potential. Vergessen Sie nicht: an der Börse werden Hoffnungen und Träume und die Zukunft gehandelt. Die jetzigen Kursgewinne sind Vorschusslorbeeren, weil Anleger an Tesla Motors und den Durchbruch der Elektroautos glauben. Ob das gelingt weiß natürlich niemand genau. Bislang sieht es jedenfalls meiner Meinung nach vielversprechend aus. Für neue Impulse muss aber bald der Widerstandsbereich bei 30 USD überwunden werden.
Der Vollständigkeit muss ich Ihnen aber noch abschließend mitteilen, dass es nicht immer ganz unproblematisch ist eine junge Aktie mit einer verhältnismäßig kurzen Charthistorie zu analysieren. Denn die Charttechnik und speziell die Elliott-Wellen-Theorie funktioniert immer dann am besten, wenn zu einer Aktie eine möglichst lange Charthistorie vorhanden ist! Solange aber eben die genannte Schlüsselmarke hält, kann ich gut mit diesem Schönheitsfehler leben.
Börsenspruch des Tages:
"Falsche Nachrichten sind gefährlich, aber falsche Auslegung richtiger Nachrichten ist noch gefährlicher." André Kostolany
Viele Grüße und Ihnen ein angenehmes Wochenende
Ihr Robert Schröder
Chefredakteur von WavesWeekly
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Schrädobler (12.11. 2010 15:36 Uhr):
Der Börsenkurs der Teslaraktie ist z,Z. völlig überbewertet.Wenn man von der Bilanz aus geht wäre ein reeller Wert maximal 10,-- bis 15,--USD. Aber so ist es halt mal an der Börse: Gute Firmen werden mit einem schlechten Kurs bewertet--- Schaumschlägeraktien werden hochgejubelt und anschließend folgt grosses Gejammer der Aktionäre die diese Aktie gekauft haben!
Antworten- Antwort von Robert Schröder (12.11. 2010 22:03 Uhr):
Hallo Schrädobler, vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich gebe Ihnen völlig Recht. Tesla ist völlig überbewertet. Das hatte ich auch in meinem Fazit geschrieben. Allerdings sind die Zahlen in der jetzigen Anlaufphase nicht von Bedeutung. Es geht einzig und allein um die Story. Sie dürfen aber Tesla nicht z.B. mit Daimler bewerten. Daimler produziert konventionelle Autos. Tesla hingen reine Elektroautos. Es wird aber ohne Zweifel einen Punkt geben, an dem Aktionäre und Analysten Ergebnisse in Form von mehr Umsatz bzw. Gewinn erwarten. Erfüllt Tesla diese Erwartungen nicht, wird die Aktie gnadenlos abgestraft werden. Tesla steigt heute zeitweise auf 30,50 USD und damit auf den höchsten Stand seit dem IPO. Viele Grüße Robert Schröder
- Antwort von Robert Schröder (12.11. 2010 22:03 Uhr):
- Kommentar von Robert Schröder (15.11. 2010 11:05 Uhr):
Ein Bericht über den Tesla Chef Elon Musk im folgenden Link auf Spiegel Online: www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,727029,00.html
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