Wichtig sind ökonomische Weiten der Mineralisierung
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Rohstoffe
vom 23. Juni 2009, 17:00 Uhr
ENL5462
Ein weiterer entscheidender Punkt ist die absolute Länge der gefundenen Vorkommen: Ein Bohrkern mit einem Goldgehalt von 2 g/t über 100 m ist wertvoller als 2 m mit 100 g/t Gold. Kurze Abschnitte mit spektakulärem Gehalt kommen immer wieder vor, aber sie lassen sich manchmal nicht ökonomisch abbauen, wenn das umliegende Gestein wenig bietet. Eine Mineralisierung über 100 m oder gar noch größere Längen jedoch ist mit modernen Bergbaumethoden gerade bei einer geringen Tiefe des Vorkommens unter der Erdoberfläche sehr lukrativ. Dann kann das goldhaltige Gestein oft einfach im kostengünstigen Tagebau abgebaggert werden.
Das Muttergestein ist entscheidend für die weitere Verarbeitung
Selbstverständlich ist auch noch die Art des gefundenen Muttergesteins wichtig für den Wert eines Vorkommens. Manche Erze sind schwieriger zu verarbeiten als andere und verursachen daher höhere Kosten. Das ist in der Frühphase eines Explorers noch nicht so wichtig wie die absoluten Werte der Ressource. Aber es wird bedeutender, wenn es um eine Produktionsentscheidung geht. Dann kann die genaue Zusammensetzung des Erzes über die lukrative Umsetzbarkeit eines Vorkommens entscheiden. Achten Sie also schon rechtzeitig auch auf die Art des Gesteins und nicht nur auf die reinen Bohrergebnisse.
Mit herzlichen Grüßen, Ihre
Daniela Knauer
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