Wettrennen um Karstadt spannend bis zur Ziellinie
Katja Kram in Insider Daily
vom 1. September 2010, 14:30 Uhr
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Diese Woche scheint ganz im Zeichen der Bieterwettkämpfe zu stehen. Der Fall Karstadt war bereits in den vergangenen Tagen immer wieder Thema in den Medien. Aktuell verliert der Übernahmekrimi wenig an Brisanz, denn morgen wird darüber entschieden, wie es mit Karstadt und den rund 25.000 Mitarbeitern weitergeht.
Am Donnerstag trifft sich das Vermieterkonsortium Highstreet und dessen Partner Goldman Sachs und Deutsche Bank, um über das Angebot von Nicolas Berggruen abzustimmen. Wie auf handelsblatt.com zu lesen ist, bittet die Deutsche-Bank-Tochter Rreef im Einladungsschreiben an die Gläubiger, um einen Vorratsbeschluss. Denn sollten die Verhandlungen mit Berggruen scheitern, würde mit dem Bieterkonkurrenten Borletti weiterverhandelt werden.
Insolvenzverwalter erteilt Borletti eine Abfuhr
Der Mailänder Warenhausbesitzer trat auf den Plan, nachdem der Gläubigerausschluss bereits beschlossen hatte, Karstadt an Nicolas Berggruen zu verkaufen. Nun hat Insolvenzverwalter Hans Hubert Görg die Offerte von Borletti überprüft und als "substanzlos" verworfen. Seiner Meinung nach lasse Borletti offen, wer das Risiko der Geschäftsfortführung tragen soll.
Das Vorletzte Wort in dieser Debatte haben heute die Kreditgeber des Highstreet-Konsortiums, die am Donnerstag in London über die weitere Verfahrensweise beraten. Das letzte Wort hat am Freitag will das Amtsgericht Essen, dass entscheidet, ob der Insolvenzplan für Karstadt in Kraft treten kann. Sollte Investor Berggruen scheitern, droht Karstadt die Zerschlagung - oder aber der italienische Warenhausbetreiber Borletti bekommt doch noch Zuschlag.
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