Wer empfiehlt was: Erneuerbare Energien
Katja Kram in Insider Daily
vom 3. April 2009, 14:30 Uhr
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
angesichts der Wirtschaftskrise ist das Thema Klimawandel aktuell etwas ins Hintertreffen geraten. Aktuell jagt ein Gipfel den nächsten, aber am 27. und 28 April 2009 ist es dann so weit, dann werden sich die 16 größten Wirtschaftsnationen dieser Welt an Obamas Tisch zu einem Klimagipfel zusammenfinden und über neue Möglichkeiten des Klimaschutzes zu diskutieren.
Bei einigen Konzernen wird nicht mehr diskutiert sonder bereits kräftig in die Tat umgesetzt. Denn es gibt bereits viele Konzerne, die mit Ihren Produkten und Neuentwicklungen insbesondere in den Bereichen klimafreundliche Energiegewinnung und Reduktion des CO2-Ausstoßes die Nase vorn haben.
centrotherm besticht durch volle Auftragsbücher
Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass auch die zukunftsträchtige Solar-Branche unter der Konjunkturflaute zu leiden hat. So war aktuell in der Online-Ausgabe der WELT zu lesen, dass sich die Solarbranche aufgrund sinkender Erlöse und des Überangebotes an Solarzellen künftig auf härtere Zeiten einzustellen hat. Das würde erklären, warum sich so viele Unternehmen der Branche aktuell mit Prognosen für das laufende Geschäft zurückhalten.
Dennoch gibt es auch Ausnahmen, die gegen diesen "Zurückhaltungstrend" schwimmen. Trotz Wirtschaftskrise glänzt momentan das Solarenergie-Unternehmen centrotherm AG mit der Vorlage eines gut gefüllten Auftragsbuches. Wie der Konzern am Dienstag auf der Bilanzpressekonferenz bekannt mitteilte, verzeichnete centrotherm in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres bereits Auftragseingänge mit einem Wert von ca. 390 Mio. Euro.
Solarenergie profitiert von Subventionsprogrammen
Mit einem gut gefüllten Auftragsbuch im Rücken, geht der Konzernführung eine Aussage zum laufenden Geschäftsjahr viel leichter über die Lippen. So hält man im Hause centrotherm daran fest, in 2009 zweistellig zu wachsen und einen Umsatz zwischen 500 und 550 Mio. Euro einzufahren. Die Solaranlagenbauer setzen vor allem auf die geplanten Subventionsprogramme in den USA und Asien, die eine Einspeisevergütung nach installierter Leistung vorsehen. Daher geht Vorstandschef Robert Hartung davon aus, dass die Nachfrage nach großen Anlagen künftig attraktiver werde. "Mit unseren schlüsselfertigen Lösungen sind wir mittendrin", sagte er dazu.
Im Effecten-Spiegel lese ich zu centrotherm: "Bei 374,7 Mio. Euro Umsatz (+125 %) hat sich das Ebit (vor Kaufpreisallokation) 2008 mit 55,7 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Der Auftragsbestand per 31.12.08 betrug stolze 990,2 Mio. Im Q1 holte Centrotherm Photovoltaics Aufträge im Volumen von 390 Mio. Euro herein. Auch 2009 werden deutlich 2-stelliges Erlöswachstum auf 500-550 Mio. Euro und ein Ebitda-Plus erwartet. Centrotherm bleibt weiter attraktiv."
Vestas im Aufwind dank Großauftrag
Während sich die Windenergie-Anlagenbauer Nordex in 2009 auf eine Flaute in der Branche einstellt, kann man sich beim Konkurrenten Vestas aus Dänemark derzeit nicht über mangelnde Aufträge beschweren. Wie aus einer Pressemitteilung des Anlagenbauers für die Energiegewinnung aus Wind hervorgeht, können sich die Koppenhagener über einen Großauftrag aus Rumänien freuen. Sie sollen für zwei Windparkprojekte dort 76 Windenergieanlagen des Typs V90 mit einer Leistung von jeweils 3 Megawatt liefern. Über den Auftagswert wird derzeit allerdings noch geschwiegen.
Hans A. Bernecker von der Actien-Börse schreibt über Vestas: "Im Trubel der Windkraft-Euphorie waren uns Kurse über 400 dkr oder sogar 700 dkr schlicht zu teuer. Bei 180 dkr im Okt. 2008 haben wir es verpasst. Bei aktuell 240 dkr regen wir erstmals ein Investment an. Denn: Sämtliche Investitionen für Windkrafttechnik wurden in der Bankenkrise massiv zurückgefahren. Der Grund liegt in der fehlenden Finanzierung der Betreiber. Dies gilt als Zeit-, aber nicht als Sachproblem. Auch diese Aktie läßt sich nicht am Gewinn je Aktie messen, sondern lediglich am Umsatz in diesem lukrativen Geschäft mit zweifelsfreier Perspektive. Der Aktienkurs bleibt vorerst sehr volatil, weil die Finanzierungsbedingungen entscheidend für die weitere Auftragsentwicklung sind. Wir rechnen deshalb mit einer Spanne zwischen 190 dkr und 230 dkr und empfehlen mindestens 3 Limits in dieser Kursspanne zu platzieren."
Ich wünsche Ihnen ein sonniges und erholsames Wochenende.
Ihre
Katja Kram