Wenn der Ölpreis auf eine Rezession hindeutet
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Rohöl als Geldanlage
vom 29. März 2011, 07:30 Uhr
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Was für ein Ärgernis! Mein Laptop ist heute Morgen kollabiert. Es wurden Stunden damit verschwendet, ihn wieder herzustellen. Ich war wie ein Handwerker ohne Hammer...ein Clown ohne rote Nase...ein Idiot ohne Dorf.
Und dabei ist noch meine Crash Warnung"-Flagge draußen! Wenn Sie die ignorieren, dann nur auf eigene Verantwortung! Die Fed pumpt immer noch 4 Mrd. Dollar neues Geld ins System, jeden Tag. Und die US-Bundesregierung erhöht die Schulden um 5 Mrd. Dollar, jeden Tag.
Mit dieser Unterstützung sollten die Aktienkurse eigentlich steigen. "Don't fight the Fed" sagen alte Hasen.
Aber passen sie auf. Die Fed könnte die Kontrolle verloren haben. Die Große Korrektur" geht nicht weg. Sie intensiviert sich. Wie Sie wissen - da draußen ist Krieg. Die Fed gegen die Märkte. Die Märkte wollen eine Veränderung. Die Fed kämpft um den Status Quo.
Das ist ein alter Kampf. Aber diese Phase dauert nun schon mehr als zehn Jahre an. Die Märkte wollen nach unten...ihre Fehler korrigieren...die Schuldenlast im System reduzieren. Und die Fed schlägt zurück, mit überwältigender Feuerkraft - sie zwingt die Preise nach oben...neue Schulden...hält Pleiten auf. Und der Kampf wird heißer.
Was soll man davon halten? Die Fed kann Reichtum zerstören. Sie kann Pleiten verhindern. Aber nur der private Sektor kann Reichtum schaffen.
Dann: Je mehr die Fed und die Regierung an den Märkten intervenieren, desto grotesker wird das Ergebnis. Regulierungen, Bailouts, Subventionen - alles das ändert und pervertiert das natürliche Ergebnis der Marktkräfte.
Dann: Die Fed schafft mit ihrem Versuch, eine Korrektur des Marktes zu verhindern, neue überwältigende und nicht vorhergesehene Probleme. Sie stecken Geld ins System, um Investitionen und Konsum zu stärken. Das Geld lässt die Aktienkurse steigen - die Investoren haben dann mehr Reichtum" auszugeben. Aber das verführt auch Spekulanten zu riskanten Geschäften...und lässt den Ölpreis steigen. Dann leiden Unternehmen und Konsumenten unter höheren Energiekosten....und sie haben weniger Geld für andere Dinge.
Mal sehen, was dann als nächstes passieren wird.
Und nein, die Fed war nicht Schuld am Erdbeben in Japan oder den Revolutionen in Nordafrika. Aber sie hat eine so fragile finanzielle Struktur geschaffen...so überladen mit Schulden...dass fast jeder Zwischenfall dies zusammenbrechen lassen kann.
Und es geht auch wieder einmal um Öl. Die arabische Welt produziert diesen Rohstoff. Die Japaner verbrauchen es. Ohne seine Atomkraftwerke wird Japan stärker von anderen Energiequellen abhängen.
Und hier kommt die Fed ins Spiel. Deren neues Geld hat den Ölpreis schon von rund 30 Dollar je Barrel im Tief der Krise des Jahres 2009 auf ein Hoch über 100 Dollar je Barrel steigen lassen.
Wo der Preis hingehen wird, weiß ich nicht. Aber laut Nomura Securities gilt: Jedes Mal, wenn der Ölpreis stark steigt - 170% oder mehr -, dann gibt es auch eine Rezession.
Das war in den letzten 40 Jahren so....nämlich '74, '79, '90, and 2000.
Und raten Sie mal...der Ölpreis ist schon mehr als 170% gestiegen. Schon vor den Revolutionen in Nordafrika und den Erdbeben in Japan. Jetzt, unter noch größerem Druck, kann man einen noch höheren Ölpreis erwarten...bis der Boden rausfällt...
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Franz Steinbauer (29.03. 2011 07:53 Uhr):
Was wird als nächstes passieren? Einfache Antwort: Die Fed-Falken werden sich zwar eine Aussetzung der QE-Maßnahmen sprich Gelddruckerei wünschen, aber der Karren ist schon viel zu tief im Dreck, um so einfach aufhören zu können. Wenn die Fed jetzt aufhört Geld zu drucken, dann bricht die Kartenhaus-Wirtschaft der US- und sonstigen Börsen zusammen. Wenn die Fed nicht aufhört Geld zu drucken, dann bricht die US-Währung zusammen. Ein klassisches Dilemma, dessen Lösung auf jeden Fall weh tun wird.
Antworten - Kommentar von Erhard Langegger (29.03. 2011 08:11 Uhr):
Guten Morgen! Ja so wird es kommen, auch bei uns. Wir sind nicht besser dran. Freundliche Grüße aus Österreich Erhard Langegger
Antworten - Kommentar von Hans Dieter Franke Dr (29.03. 2011 08:11 Uhr):
Die FEd die FED die FED.... mit dem "Gelddrucken" ( ganz falsch es wird nicht das gesetzliche Zahlungsmittel also Bargeld gedruckt!) hat die BoJ begonnen. Und seit es klar ist, dass Deutschland den grossartigen gedanken Europa gezielt zerstört und damit Wirtschaftskrisen der schwächeren Mitglieder der Währungsgeminschaft verschuldet, "druckt" auch die ECB "Geld". Wie wild. Was soll das "die FED die FED die FED" . Vernebelungstaktik?
Antworten - Kommentar von zeitenwende (29.03. 2011 13:04 Uhr):
die Fed war nicht Schuld ... an den Revolutionen in Nordafrika? Wer setzt denn ohne Ende "Geld" in Umlauf, das durch nichts gedeckt ist? "Geld", das sich seine Anlagemöglichkeit sucht und damit die Preise realer Güter in die Höhe treibt. Die Unruhen in Nordafrika haben begonnen wegen steigender Lebensmittelpreise. Wenn die Despoten das Problem gewesen wären - da wären 40 Jahre Zeit gewesen; warum erst jetzt?
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