Cindy Bach nimmt in ihrem Börsennewsletter Insidergeschäfte unter die Lupe. Sie stellt regelmäßig „Directors’ Dealings“ vor - zum Vorteil ihrer Leser.
Cindy Bach in Insider Daily zum Thema SDax
vom
die Weltwirtschaft bangt aufgrund der Schuldenkrise um ihr stabiles Wachstum. Große Unternehmen treibt die Sorge von ausbleibenden Großaufträgen um, wenn den Staaten das Geld für Investitionen ausgeht. Doch der guten Geschäftsstimmung des industriellen Mittelstands in Deutschland können Eurokrise und Konjunktureintrübung wenig anhaben. Laut eines kürzlich veröffentlichten Berichts des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) zufolge, stuft mehr als jeder zweite Industriemittelständler die eigene Situation als positiv ein. Darin spiegele sich in erster Linie "die gute Geschäftslage im Jahr2011", sagte Professor Frank Wallau vom Bonner Institut für Mittelstandsforschung (IfM), das die Befragung im Auftrag des BDI im Frühjahr 2012 durchführte. Und auch für die kommenden 12 Monate seien die Befragten optimistisch. Aber natürlich sei auch ein gewisses Maß an Unsicherheit zu erkennen. Sorgen bereiten den Befragten dabei natürlich vor allem die Schuldenkrise sowie die Entwicklung der Energie- und Rohstoffkosten.
Einen Beleg für diese Einschätzung lieferte heute die auf den industriellen Mittelstand ausgerichtete Beteiligungsgesellschaft GESCO. Der im SDAX notierte Konzern berichtete im Rahmen seiner Bilanzpressekonferenz über das Rekordjahr 2011/2012 und stellte auch für das neue Geschäftsjahr 2012/2013 Umsatz und Ergebnis auf hohem Niveau in Aussicht.
Im Geschäftsjahr 2011/2012 konnte die GESCO-Gruppe die günstigen konjunkturellen Rahmenbedingungen in kräftiges Wachstum umsetzen. Der Auftragseingang stieg um 16,4% auf 439,0 Mio. Euro. Der Konzernumsatz wuchs um 23,9% auf 415,4 Mio. Euro. Die Ergebniskennzahlen profitierten von der besseren Auslastung und der in Wachstumsphasen generell besseren Auftragsqualität. So stieg das Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit 34,5% deutlich stärker als der Umsatz und lag bei 51,3 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) erhöhte sich mit 45,7% noch stärker als das EBITDA und erreichte 39,3 Mio. Euro. Der Konzernjahresüberschuss nach Anteilen Dritter schließlich kletterte um 48,4% auf 22,6 Mio. Euro.
Anteilseigner sollen im August 45% höhere Dividende erhalten
Angesichts der kräftigen Ergebnissteigerung schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 30. August 2012 eine Dividende in Höhe von 2,90 Euro je Aktie vor. Damit läge die Ausschüttung um 45% über dem Vorjahreswert von 2,00 Euro je Anteilsschein.
Für das neue Geschäftsjahr 2012/2013 (01.04.2012 bis 31.03.2013) erwartet die Gesellschaft ein leichtes Umsatzwachstum auf rund 430 Mio. Euro und einen Konzernjahresüberschuss nach Anteilen Dritter von rund 20,5 Mio. Euro bzw. ein Ergebnis je Aktie von 6,17 Euro. Damit würde man nach den Rekordergebnissen noch mal eins drauf packen. Dennoch merkt man dieser Prognose durchaus die Vorsicht an, welche angesichts der vielen Unsicherheitsfaktoren auch nicht unberechtigt ist. Allemal lässt sie Spielraum für positive Überraschungen.
Analysten sehen Kurspotenzial von 29%
Die Analysten von bescheinigen der Aktie vom aktuellen Kursniveau aus ein weiteres Potenzial von knapp 29%. Das Analysehaus bestätigte nach endgültigen Zahlen für 2011/12 seine Kaufempfehlung für die Aktie der Mittelstandsholding mit einem Kursziel von 75,00 Euro. Die Kennziffern hätten den vorab veröffentlichten weitgehend entsprochen, schrieb Analyst Holger Schmidt in einer brandaktuellen Studie.
Ich wünsche Ihnen allen einen guten Börsentag und uns heute Abend ein spannendes Halbfinale.
Ihre
Cindy Bach