Weltweites Phänomen der Volksverdummung und -entmündigung
Martin Stephan (Chefredakteur "Travel Trader") in Investoren Wissen
vom 19. März 2010, 16:00 Uhr
ENL5462
am Montag- und Dienstag-Abend strahlte der TV-Sender SAT.1 seine Fernsehproduktion "Die Grenze" aus. Relativ aufwendig verfilmt wurde die Fiktion eines Al Quaida-Terrorangriffs auf die Ölförder-Kapazitäten des Westens und die sich daraus am Ende entwickelnde Abspaltung Mecklenburg-Vorpommerns als "Volksrepublik" von der Bundesrepublik Deutschland. Das Machwerk wartet mit zumindest einem interessanten Detail auf. So wurden sämtliche "echte" Nachrichtenmoderatoren der Pro7-Sat.1-Gruppe samt Laufband in die Aufarbeitung der fiktiven Ereignisse integriert und sorgten so für eine Authentizität, die die hanebüchene Story sonst niemals hätte entwickeln können. Ich möchte die Filmstory an dieser Stelle nicht weiter vertiefen - bei Interesse können Sie ja eigenständig recherchieren - aber dennoch auf einige grundsätzliche Aspekte eines möglichen Zusammenbruchs der öffentlichen Ordnung zu sprechen kommen.
Externe Effekte könnten die Ordnung aushebeln
Das Problem sind stets die "negativen externen Effekte", neuerdings auch "schwarze Schwäne" genannt. Diese sind nicht planbar, folglich auch kaum zu verwalten. Terroristische Aktivitäten dürften hier die wichtigste Gruppe bilden, aber auch Unglücke und Naturkatastrophen können entsprechende Kräfte entfesseln. Die meisten Menschen reagieren besonders auf sprunghafte Entwicklungen mit einer Verhaltensänderung, werden aktiv. Die schleichende Erosion der Lebensqualität wird hingegen nur bedauert, ein "Aufstand" findet nicht statt. Derzeit wird die Bevölkerung Deutschlands durch die Parteiendiktatur sukzessive entmündigt, ihrer demokratischen Kontrolle und Rechte beraubt und direkt sowie indirekt ausgeplündert - parteiübergreifend und ganz legal. Überall dort wo sich Unwägbarkeiten auftun, werden diese beseitigt: durch neue Gesetze (wenn möglich) oder durch die Umgehung von alten "überholten" Gesetzen (wenn "nötig"). Ziel ist es, den Feind - also wir, das Volk - in den Griff zu bekommen und auf niedrigstem Niveau gleichzuschalten.
Weltweites Phänomen der Volksverdummung und- entmündigung
Nun wäre es lächerlich unseren Politbarden die Fähigkeit der Zwangskollektivierung zuzuschreiben, dazu fehlt den Berliner Hofschranzen sowohl der Schneid als auch der Intellekt, vielmehr sind hier weltweite Trends verantwortlich – wenn man nur danach sucht. Doch die Mehrheit der Bevölkerung hat bereits mit einer Analyse ihrer Umwelt abgeschlossen, teils aus Resignation, teils aus Überlebenserfordernissen. Wer täglich für einen Hungerlohn arbeiten muss, das sind immerhin knapp ein Viertel der in Deutschland abhängig Beschäftigten, dem kann man kaum verübeln, dass er sich in der zumeist knapp bemessenen Freizeit nicht auch noch für Gesellschaftspolitik und Makroökonomie interessiert – so sinnvoll das auch sein mag (siehe auch: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,635286,00.html )
Externe Effekte als Chance
Von daher sehe ich diese „schwarzen Schwäne“ auch nicht als Risiko, sondern als Chance! Es wäre doch großartig, wenn sich, trotz aller Anpassungsprobleme, die Menschen besinnen würden, gerade hierzulande. Wir brauchen diesen Politmob nicht, der größtenteils in den Parlamenten der Republik herumlungert und sich ausbreitet wie ein Virus. Diese Gestalten sind unwürdig, dieses Land zu führen. Die aktuelle Bundesregierung ist nichts anderes als ein politischer Alptraum, die Opposition ein beispielloser Horrortrip mit Siegmar Gabriel als Oberzombie. Angesichts der Vielzahl an Politclowns, die sich täglich in den Massenmedien ungehindert breitmachen dürfen, stehen die Chancen tatsächlich nicht schlecht, dass irgendein Ereignis einen politischen Umbruch hervorruft. Leider ist zu befürchten, dass sich dann erneut irgendwelche rechte oder linken Parteien breitmachen und zum Heilsbringer krönen, doch genau die „Parteien“ brauchen wir nicht. Ihre Strukturen spülen immer wieder die falschen Personen an die Spitze, sorgen für Hierarchien und Unterdrückung von oben nach unten. Viel Spaß bei der von mir empfohlenen Lektüre zu diesem Thema:
http://de.altermedia.info/general/michael-winkler-wie-funktioniert-eine-partei-2562008_14903.html
Basisdemokratie und Direktmandate
Michael Winkler (siehe vorangegangenen Link) spricht von der Basisdemokratie als Chance die Parteiendiktatur aufzubrechen, doch unsere Regierenden haben gar kein Interesse, dass wir, die Basis, irgendwo mitreden – wir sind bestenfalls Stimmvieh. Beim Stöbern im Internet bin ich auf einen interessanten Ansatz gestoßen, wie es ganz ohne Veränderungen der Gesetze gelingen würde, der herrschende Politklasse den Spaß an der Bevormundung der Bevölkerung zu verderben, per Direktmandate! Erinnern Sie sich, wie Ihnen alle vier Jahre unisono eingeredet wird, dass nur die Zweitstimme relevant ist, da nur diese Stimmen für die Zusammensetzung des Parlaments zuständig sind? Na klar, aus der Sicht der Parteien ist dies richtig und wichtig, aber das war es dann auch schon! Viel wichtiger ist aus meiner Sicht, dass jeder Direktkandidat, der mit der Erststimme die relative Mehrheit erreicht, ins Parlament einzieht. Und Direktkandidat kann fast jeder sein, die wenigen Einschränkungen regelt das „passive Wahlrecht“. Im Idealfall sitzen dann 50% direkt vom Volk gewählte, echte Volksvertreter neben den anderen 50% über undemokratische Parteilisten ins Parlament geschummelten „Parteipolitikern“ gegenüber – was für ein Spaß! Bitte lesen Sie zu dieser Idee bitte:
http://www.duckhome.de/tb/archives/7761-Erste-Schlussfolgerungen-und-neue-Ziele.html
Anleger kommen um eine permanente Analyse nicht herum
Verantwortungsvolle Anleger kommen nicht darum herum, sich eigenständig um die zumeist mühsam verdienten und versteuerten Gelder zu kümmern. Dies erfordert die permanente Überprüfung der Rahmendaten der eingegangenen Investments. Auch eine engagierte Vermögensberatung oder ein abonnierter Börsenbrief kann Ihnen diese Verantwortung nicht abnehmen, sie können und sollten nur Denkanstöße geben. Am Ende ist es immer Ihre Entscheidung! Ob Sie diese eher schnell und intuitiv finden, oder über eine umfangreiche Eigenrecherche und Abwägung ist dabei gleichgültig. Allerdings gilt stets: Wer sich mit den Finanzmärkten auseinandersetzt, muss viele Faktoren bzw. Determinanten beachten und in sein persönliches Modell überführen. Jede Form der gezielteren (nicht zwingend erfolgreichen!) Geldanlage führt folglich automatisch zu einer Auseinandersetzung mit wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Faktoren, wobei jede der drei Komponenten erneut viele weitere Facetten besitzt. Vereinfacht ausgedrückt ist der Börsianer andauernd am analysieren, abwägen. Liegt er zu oft daneben, wird er so oder so bald die Finger davon lassen (müssen!), weil sein Vermögen sozialisiert wurde. Von daher gilt automatisch: Anleger, die schon länger „dabei“ sind, verdanken dies ihren analytischen Fähigkeiten.
Die Warnhinweise nehmen zu
Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber ich muss feststellen, dass sowohl meine eigenen als auch die Einschätzungen von mir geachteter Börsianer in den vergangenen Jahren, insbesondere aber in den vergangenen Monaten, auf eine bevorstehende Erschütterung des Finanzsystems hindeuten. Wie diese Erschütterung genau aussehen wird, kann ich Ihnen nicht sagen, zu chaotisch ist aus meiner Sicht der Ereignisraum. Auch das „wann“ ist nicht bestimmbar zumal generell gilt, dass bestehende Systeme den Hang haben, viel länger zu funktionieren als dies eigentlich logisch erscheint. So meine beispielsweise ich, bereits einige Trendbrüche schon jetzt ganz klar am Horizont zu erkennen, entsprechend frühzeitig rate ich daher auch Ihnen zu einer entsprechenden Positionierung. Ferner bleibt einer meiner Dauerratschläge an Sie: „Diversifizieren Sie Ihr Leben“. Im Idealfall leben Sie in einem Staat, dessen Staatsbürgerschaft nicht die Ihre ist und besitzen Ihr liquides Vermögen außerhalb beider Hoheitsgebiete. Nur so kann der Leviathan Sie nicht „über Nacht“ enteignen oder zwangsverpflichten. Leider bin ich mir absolut sicher, dass diese (relativ einfach umsetzbare) Vorsichtsmaßnahme, zumindest Teile davon, für Ihr finanzielles Wohlergehen in Zukunft immer wichtiger werden. Was nutzen Ihnen die schönsten Gewinne, wenn Sie aus Gründen „außerhalb Ihrer Mitbestimmung“ nicht mehr auf diese zugreifen können?
Ihr
Martin Stephan
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Gerhard Reis (19.03. 2010 16:38 Uhr):
Lieber Herr Stephan, auch wenn Sie manche Umschreibungen reißerisch gewählt haben: Ihre Analyse trifft aus meiner Sicht leider zu. Es ist ein voll organisiertes Parteienverarschungssystem etabliert. Mittlerweile havben die Parteien sich wie eine Krake bis in die mittleren Führungsebenen im öffentlichen Dienst durch Vettern- und Günstlingswirtschaft breit gemacht. Ein Beispiel: Herr Boffier in Hessen besetzt eine Stelle gegen ein Gerichtsurteil. Vielleicht kann man diesem Parteiensystem noch etwasentgegensetzen, wenn man "die Piraten" wählt. Ich glaube, das wäre das kleinste Übel.
Antworten - Kommentar von hhbo (19.03. 2010 21:07 Uhr):
Sehr geehrter Herr Stephan, ich danke Ihnen für Ihre klaren und verständlichen Aussagen. Zur Sache muss ich nichts beitragen. Das haben Sie bereits umfassend getan. Ich freue mich sehr, dass Sie den Mut hatten, Ihre Position so eindrücklich zu vertreten. So oder so ähnlich, wie Sie es beschrieben haben, wird es geschehen. Kaum ein Deutscher wird darauf vorbereitet sein. Und die, die es sind, werden sich still verhalten. Ich auch. Wehklagen und jammern ist die Reaktion der Betroffenen. Glücklich macht mich das nicht. Jeder sollte sich vorbereiten. Jeder kann sich vorbereiten. Wer dieses nicht verstehen will, dem ist nicht mehr zu helfen. Sicherlich kennen Sie den Spruch: "Belüge und betrüge die Menschen und sie werden dich lieben, kläre sie auf und sie werden dich hassen". Unser gesellschaftliches System geht dem Ende entgegen. Ein unrühmliches Ende. GEAB kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Wir leben halt in "bewegten" Zeiten. Bleiben Sie standhaft. Mit Hochachtung und freundlichen Grüßen hhbo
Antworten - Kommentar von jochen fahl (20.03. 2010 21:11 Uhr):
hallo, am schluss dieses artikels ertwähnen sie: diversifizieren sie ihr leben. genau das versuche ich gerade. vielleicht möchten sie in einem der kommenden artikel ihre ideen/strategien etwas ausführlicher darstellen? herzlichst jochen fahl
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