Welche Möglichkeiten es zur Nachfragesteigerung gibt!
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 21. April 2010, 20:00 Uhr
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Auch heute wollen wir uns nochmal ein wenig mit den USA beschäftigen - genauer gesagt, mit den Problemen der US-Wirtschaft und wie diese angegangen werden (könnten).
Gestern haben wir uns angesehen, wie die US-Regierung mit wachsenden Schulden sozusagen das rückläufige Verschuldungswachstum des Privatsektors auffängt. Die US-Regierung hat dies aus einem Grund getan: um eine Ausweitung der Rezession oder gar eine Depression zu verhindern. (Außerdem kennt man es in den USA nicht anders! Denn diese Wirtschaft, Gesellschaft und im Grunde genommen das ganze weltweite Finanzsystem bauen nun einmal auf Krediten und Schulden auf.)
Doch, einfach nur Schulden zu machen hilft ja eigentlich niemandem weiter. Schulden oder Kredite, welche man aufnimmt, sind dazu da, im Endeffekt einen Mehrwert zu generieren. Ein gesundes Unternehmen nimmt zum Beispiel Kredite auf, um eine Investition durchzuführen. Daraus ergibt sich dann vereinfacht gesagt eine Produktionssteigerung - der Kredit hat also einen Mehrwert geschaffen und kann problemlos zurück bezahlt werden.
Im Falle einer Volkswirtschaft müsste sich durch die Schuldenaufnahme nicht nur die Produktion steigern, sondern insbesondere die Nachfrage.
Wie kann die Nachfrage gesteigert werden?
Wenn wir diese Überlegung auf die US-Wirtschaft anwenden, dann ergeben sich 4 potenzielle Quellen die eine Nachfragesteigerung bewirken können.
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der Konsum
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Investitionen
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Regierungsausgaben
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Netto-Exporte
Überlegen wir uns nun wie erfolgreich diese Quellen der Nachfragesteigerung in den USA sein können.
Regierungsausgaben
Haken wir zunächst kurz das ab, was die Amerikaner bereits tun: mit massiven Regierungsausgaben gegensteuern. Bereits im Juni letzten Jahres sprach FED-Chef Bernanke vor dem US-Parlament über die Konsequenzen der wachsenden Regierungsausgaben:" Als Konsequenz aus diesem wachsenden Verschuldungslevel wird das Verhältnis des debt held by the public zum nominalen BIP von 40% vor der Krise auf 70% in 2011 steigen. Diese Entwicklung wird dazu führen, dass das Verhältnis der Schulden gemessen am BIP das höchste Level seit den frühen 50er Jahren erreichen wird - die Jahre, die dem massiven Schuldenaufbau während des II.Weltkriegs folgten."
Tja, was soll man dazu sagen?! Auch Ben fragt sich womöglich wohin Staatsschulden eigentlich wachsen können. Und mittlerweile ist das Thema ja nun auch ein hochaktuelles geworden. Wobei Griechenland, frei nach einem chinesischen Zentralbanker, nur die Spitze des Eisbergs darstellt.
Mittlerweile hält sogar der Internationale Währungsfonds die wachsende Verschuldung der Staaten für das größte Risiko für die Weltwirtschaft. So wurde aus der Finanzkrise also schlussendlich die Staatenkrise. Doch wie immer geht es auch hier nur um eines: um das Vertrauen. Während die Griechen inzwischen das große Misstrauen der Finanzmärkte straft, sieht es für die USA vertrauensmäßig ja immer noch bestens aus. Ich frage mich zwar schon seit Jahren, woher eigentlich dieser ewige und unbedingte Glaube der Welt und der Finanzmärkte an die US-Wirtschaft herrührt, aber - wer weiß? - vielleicht findet er ja mal ein Ende! Dazu morgen noch mehr....
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