Weizen springt nach oben
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Agrar-Rohstoffe
vom 22. März 2011, 20:00 Uhr
ENL5454
Rohstoffe Wochenrückblick: Agrarrohstoffe und Ausblick
Soft Commodities
Die Weizenpreise, die seit Februar deutlich abgegeben hatten, können seit dem Tief Mitte der vergangenen Woche bei 6,56 US-Dollar pro Scheffel im Mai-Kontrakt wieder steigen.
Zum einen bietet sich das günstige Preislevel an, welches in der vergangenen Woche zusätzlich durch die Katastrophe in Japan forciert worden war, zum anderen haben einige Staaten des Nahen Ostens und Nordafrikas ihre Weizenimporte erhöht, um die Lagerbestände zu erhöhen und auch um ihre Völker zu beruhigen.
Zudem geht das USDA von rückläufigen weltweiten Weizenbeständen aus, hinzu kommt noch, dass die russische Regierung ihre Getreideernte-Prognose ebenfalls nach unten korrigiert hat. Auch in einigen Anbaugebieten der USA sind widrige Wetterbedingungen am Werk.
Weizen zur Lieferung im Mai notiert aktuell bei 7,20 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Ausblick
Nun, da wieder der Bürgerkrieg und die Proteste im Nahen Osten und Nordafrika stärker in den Fokus rücken sollten die Ölpreise erneut Unterstützung erhalten. Ebenso könnten die Erwartungen auf eine steigende Nachfrage nach Energierohstoffen, im Anschluss an die Japan-Katastrophe, für weiterhin steigende Energie- also auch Ölpreise sorgen.
Die weltweiten Brennpunkte, sowie die anhaltende lockere Geldpolitik der Zentralbanken sollten den Edelmetallpreisen grundsätzlich zwar Unterstützung bieten, doch im Falle von Silber scheint sich die physische Nachfrage vor allem seitens China zunächst einmal an das höhere Preisniveau gewöhnen zu müssen (China hat im Februar rund 32% weniger Silber importiert als im Vormonat), was die nach wie vor aggressive Dynamik zwischenzeitlich etwas abbremsen könnte. Langfristig bleiben die Aussichten für Silber aber nach wie vor stark, nicht zuletzt, da das preissensitive China als weiterhin bedeutender Netto-Importeur bei einem angenehmeren Preislevel wieder verstärkt zugreifen wird.
Die Erwartungen sprechen mittel- bis langfristig eher für wieder steigende Kupferpreise. Kurzfristig aber belastet die physische Nachfrage aus China, deren Preissensitivität durchaus zwischenzeitlich noch ein tieferes Preislevel einfordern könnte.
Angesichts dessen, dass der russische Exportstopp für Weizen möglicherweise bis zum Endes des Jahres ausgeweitet werden dürfte und angesichts des in der letzten Woche erreichten niedrigen Preislevels, dürften die Weizenpreise nun zunächst ganz gute Unterstützung finden.
So long liebe Leser....wie Sie sehen, gab's den Wochenrückblick, aufgrund eines kleinen technischen Problems beim Versand, leider erst heute...dafür wollen wir uns morgen dann aber wieder auf ein neues Thema stürzen....somit verabschiede ich mich für heute und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend...liebe Grüße und bis morgen...
Ihre Miriam Kraus