Bill Bonner ist einer der anerkanntesten Finanzexperten der USA und Bestseller-Autor. Bei uns schreibt er regelmäßig im Börsen-Newsletter Kapitalschutz Akte.
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Weitere Börsenthemen
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Wir sind in einer "Großen Korrektur"...und jetzt weiß das zumindest fast jeder. Das war keine normale Rezession. Und jetzt gibt es keine normale Wirtschaftserholung. Den jüngsten Beweis dafür zeigen die Daten vom US-Arbeitsmarkt. Die New York Times griff dieses Thema auf. Die Arbeitslosenquote veränderte sich letzten Monat nicht und blieb bei 9,1%. Und das Weiße Haus sagte, dass es damit rechnet, dass die Quote bis zumindest 2012 auf dieser Höhe bleiben wird.
Die Anwesenheit der "Null" beim Arbeitsmarkt - symbolisch vielleicht eindrucksvoller als es selbst eine kleine Verschlechterung gewesen wäre - erhöht den Druck auf Präsident Obama. Und auch auf die Republikaner, die einen anderen Ansatz bei der Wirtschaftspolitik haben. Und auch auf die Fed, deren Entscheidungsträger gespalten sind in Bezug auf die Weisheit bei der Nutzung ihres begrenzten Arsenal an Möglichkeiten.
Das Weiße Haus hat die jüngsten Arbeitsmarktdaten sofort genutzt, um damit Obamas neue Arbeitsmarktpläne zu begründen. Die Republikaner konterten - die Zahlen zeigten vielmehr, dass die Stimulierungsmaßnahmen von Mr. Obama nicht funktionieren. Deshalb gaben sie ihm auch schnell den Namen "President Zero".
Dies ist nicht das erste Mal, dass der Zuwachs bei der Zahl der Arbeitsplätze auf Null gefallen ist, seit der "Erholung". Dabei ist das der wichtigste Wirtschaftsindikator für viele Amerikaner. Mitte letzten Jahres ist der Zuwachs der Zahl der Arbeitsplätze in den negativen Bereich gefallen, nach zuvor drei Monaten starken Wachstums. Dieses Mal kam der Einbruch nach dem Erdbeben in Japan, einem Anstieg der Ölpreise und der europäischen Schuldenkrise. Und dann der politische Stau in den USA.
Nein, die Quacksalber-Medizin funktioniert nicht. Aber das bedeutet nicht, dass diese nicht populär wäre. Ich werde mal eine Prognose abgeben. Je weniger diese Maßnahmen funktionieren, desto populärer werden sie sein.
Das ist die Formel für den Erfolg in einer Stadt wie Baltimore. Man scheitert. Dann erhält man Geld. Das wird auch die Erfolgsformel der Regierung sein. Deren Erholungs-Gerede funktioniert nicht. Die Wirtschaft wird auf die "Tokio-Straße" einbiegen, und sich wie in Japan entwickeln. Und die Leute werden weitere "bailouts" begrüßen. President Zero muss "etwas tun".
Ich erwarte, dass er mit einem Arbeitsplatz-Programm à là Roosevelt kommen wird. Wie viele neue Arbeitsplätze wird so ein neues Programm schaffen? Eine dicke, schwarze Null.
- Kommentar von DI Franz Prewein
Vom wirtschaftlichen Standpunkt aus gesehen haben wir nur schlechte Politiker, weil sie in den letzten Jahrzehnten nur Defizite im Butget gemacht haben. Ein normaler Betrieb geht nach einer wesentlich kürzeren Defizitperiode in Konkurs. Irgendwann sollten die Investitionen die auf Schulden gemacht werden, das Einkommen so verändern, dass diese Schulden beglichen werden können ansonsten ist die Investition sinnlos und das haben unsere Politiker bisher nicht erkannt. Ausserdem wird dem Individium das Leben täglich erschwert und Agglomerationen jeder Art werden bevorzugt darum strebt das System immer schwierigeren Zeiten entgegen.
Antworten- Antwort von Laufer:
Politisches Geschäft ist kein "normaler" Betrieb. Weil die dort Tätigen niemals für ihre Fehler persönlich haften müssen. Wohl ein Grundfehler "demokratischer" Systeme von heute.
- Kommentar von Laufer
War das Arbeitsplatzprogramm Rosevelt vielleicht nur deshalb erkennbar erfolgreich, weil sehr viele junge Männer zur army gerufen werden konnten? Immerhinque zog man ja mit vielen Hunderttausenden in den großen Krieg.
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