Weise Pharaonen als Vorbild?
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 25. Mai 2011, 07:30 Uhr
ENL5454
In den USA haben die Konsumenten den größten Teil ihres Einkommens-Zuwachses seit 2007 durch Transferzahlungen der Regierung erhalten. Wer wird da schon für weniger Staatsausgaben stimmen wollen?
In der Geschichte gibt es nur sehr wenige Beispiele dafür, dass wirtschaftliche Zentralplanung auch nur halbwegs positive Ergebnisse gebracht hat. Dies kann eine Volkswirtschaft durcheinander bringen; dafür gibt es viele Beispiele. All das "sich einmischen" - von Diokletian über Robespierre hin zu Lenin und Nixon....jede Regulierung des Marktes ist ein Fluch...
Das einzige Gegenbeispiel, welches mir einfällt, ist das Modell der Pharaonen...wo weise Pharaonen in den fetten Jahren Korn gespeichert hatten, und es dann freigaben für das Volk, als die Zeiten hart wurden.
Wie oft passierte das wirklich? Die einzigen Beispiele, die wir haben, sind aus dem Alten Testament. Sind das Fakten? Oder Fiktion?
Eine weise Regierung könnte auch heute die Pharaonen imitieren. Aber das hat keine Regierung getan. Statt in den guten Jahren Korn zu lagern, haben die Regierungen Jahr für Jahr Haushaltsdefizite eingefahren....in guten wie in schlechten Zeiten. Und dann, wenn die Zeiten schlecht sind, werden noch größere Haushaltsdefizite eingegangen, um eine Erholung zu "stimulieren".
Dieses Muster sehen wir weltweit und mit wenigen Ausnahmen, seitdem 1971 das neue Welt-Finanzystem eingeführt wurde. Erinnern Sie sich an diesen Tag? Da unterbrach Richard Nixon Bonanza, um der Welt mitzuteilen, dass er zwei unglaublich dumme Dinge gleichzeitig tun konnte...Preis/Lohn-Kontrollen einführen und Gold als Basis des internationalen Geldsystems zu streichen.
Unter den Konsequenzen leiden wir immer noch....wir stolpern immer noch hin auf dem Weg zum Schlussakt des derzeitigen monetären Systems.
Und jetzt denken wir an den Pharao. Die Massen hängen von ihm ab. Und er lässt das Brot verteilen. Aber Moment...was ist, wenn nur "Ersatz-Brot" verteilt würde? Genau das passiert derzeit. Die Fed druckt das Geld selber...als ob es reales Geld wäre. Sie gibt es heraus, und sagt, dass dies die Wirtschaft "stimulieren" würde. Dann geben die Banken es zurück an die Fed....so dass diese es wieder verteilen kann. Natürlich könnte das jeder sehen. Jeder weiß, dass dies ein Betrug ist.
Und deshalb steigt auch der Goldpreis.
Haben Sie von den zwei Ehefrauen von Wall Street-Größen gelesen? Diese haben ein Unternehmen gegründet, nur um sich Geld von der Fed leihen zu können. Jetzt wird über diese beiden Frauen - die arme Christie und die arme Susan - gelästert. Diese beiden Frauen haben 15 Mio. Dollar zusammengebracht. Und dann haben sie 220 Mio. von der Fed geliehen, über das TALF-Programm. Sie haben mit dem Geld Schuldtitel gekauft...und was, wenn ihre Spekulation daneben geht? Kein Problem, der Staat übernahm das Risiko!
Die Fed wollte, dass die Leute Geld ausgeben und spekulieren und investieren. Christie und Susan sind an dieser Herausforderung gewachsen. Und außerdem sind sie beide hübsch. Ehrlich gesagt: Wenn Ben Bernanke wie Julia Roberts aussehen würde, dann hätte ich vielleicht kein Problem mit der Geldpolitik der US-Zentralbank. Ich würde ihm dann glücklich in die Hölle folgen. So seicht bin ich! Aber er sieht eben nicht wie Julia Roberts aus. Nicht annähernd. Deshalb kritisiere ich ihn....
Und über was ich mich heute beschwere, ist der Weg, wie die Mittelklasse in den USA leidet. Hat die von all den Regierungsprogrammen und der Politik der Fed profitiert? Ja, und zwar so, wie ein Mann von einer öffentlichen Hinrichtung profitiert! Mehr dazu im nächsten Beitrag.
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Hansjoachim Sprinz (25.05. 2011 08:13 Uhr):
Sie haben das erfolgreichste Beispiel für zentrale Planung vergessen - China - China macht nicht den Fehler der alten UDSSR und regelt alles, sonder gibt nur die große Linie vor. Der Chinese kann selbst entscheiden, ob er Äpfel oder Birnen essen will, doch der Staat entscheidet das mehr Obst angebaut wird. Zentrale Planung mit kleinen individuellen Freiheiten ist das Erfolgsmodel der Zukunft!
Antworten - Kommentar von Klaus Morian (26.05. 2011 10:37 Uhr):
Und ich verweise auf Norwegen. Dort hat eine Demokratie beschlossen, das Erdöl nicht in einer Generation zu verjuxen, zu verplempern und zu verschenken, sondern für die folgenden Generationen anzulegen und nur die Gewinne zu konsumieren.
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