Washington ist zu groß geworden
Profit Radar
vom 3. August 2011, 19:00 Uhr
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Ja, das ist kein Tippfehler: 51%. Dabei reicht die Bandbreite von Beamten und Behörden, die vom Staat bezahlt werden, über Medicare bis zu Essensmarken. Ganz zu schweigen von den Unternehmen, wie den Rüstungsunternehmen, die von den Regierungsausgaben profitieren. Ausgerechnet in den USA - dem Land, wo der Einfluss des Staates traditionell auf dem gleichen Level mit Satanismus gestellt wird - ist Washington einfach zu groß geworden.
Welcher Politiker wird die eigentlich notwendigen, drastischen Schritte bei dem Gegenwind der Lobbyverbände und Wähler schon durchführen? Schauen Sie sich an, was aus Obama und seinen großen Plänen wurde. Obama ist ein schlechter Präsident und der Job ist einfach eine Nummer zu groß für ihn.
Aber Fakt ist auch: Washingtons einbetonierte Politik-Eliten, die dortigen Machtspiele und Lobbyverbände haben Obama und seine fraglos hohen politischen Eifer einfach gebrochen. Der Weg aus der Krise für die USA ist Wachstum. Denn über Wirtschaftswachstum entstehen Jobs und, noch wichtiger, das psychologische Gefühl von Sicherheit und Wohlstand - und das kurbelt den Konsum an, der ja in den USA kreditfinanziert ist.
Doch wo soll das Wachstum herkommen? An Steuererhöhungen wird mittelfristig kein Weg vorbei führen. Doch kurzfristig wird sich dafür niemand in die Schusslinie stellen. Die Tendenz in Washington wird sein, zumindest neue Schulden zu minimieren und kleinere Ausgabenprogramme als Zeichen des guten Willens zu kürzen.
Damit werden die Programme mit den großen Lobbyverbänden weniger angegriffen (und man verliert keine Wählerstimmen oder eigene finanziellen Interessen). Aber einige staatliche Ausgaben sind einfach wichtig für die USA: Der Ausbau der Infrastruktur, Weiterbildung der Arbeitslosen etc. - solche Programme braucht das Land. Mehr in den nächsten Ausgaben.
Have a successful day,
Ihr
Daniel Wilhelm