Was uns der Jahresanfang über den DAX sagt
Daniel Wilhelmi in Profit Radar zum Thema Dax 30
vom 9. Februar 2011, 19:00 Uhr
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Heute wende ich mich mal wieder dem DAX zu. Ich hatte Ihnen ja schon vor einigen Ausgaben geschrieben, dass wir im Januar ein sehr interessantes Phänomen beim deutschen Leitindex beobachten konnten. Ein Phänomen, was uns einen sehr guten Aufschluss über die übergeordnete Stimmung und Verfassung des deutschen Aktienmarktes gibt.
Was ist dieses Phänomen? Nun, ich hatte Ihnen ja in meiner Prognose für den DAX geschrieben, dass ich davon ausgehe, dass der DAX in 2011 nach oben überraschen und die Erwartungen der Masse der Anleger deutlich übertreffen wird. Ich hatte aber auch geschrieben, dass ich davon ausgehe, dass wir zum Jahresanfang eher Gegenwind sehen werden, da die Stimmung zu positiv sei.
Nun, wir haben im Januar in der Tat diesen Gegenwind erlebt. Aber: Die von mir eigentlich erwartete Korrektur ist ausgeblieben. Und das trotz der Ägypten-Krise. Sämtliche Kursrückgänge wurden sofort zu Käufen genutzt. Und genau das ist das besondere Phänomen, was wir Anfang des Jahres beobachten konnten.
Der Januar war eine ideale Zeit für eine ausgeprägte Korrektur. Der Monat hatte alles, was sich die Bären für fallende Kurse nur wünschen können. Es war wie ein verspätetes Weihnachten für die Pessimisten. Alles passte perfekt ins Bären-Bild:
1. Der DAX war in den vier Monaten zuvor wie an der Schnur gezogen um gut 19% angestiegen.
2. Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt war extrem positiv.
3. Der Euro hat im Januar deutlich an Wert gewonnen, was an den Märkten traditionell negativ für das Exportland Deutschland gewertet wird.
4. Die Sorgen und der Pessimismus über die Wirtschaftsentwicklung in China machten weiterhin Schlagzeilen.
5. Last but not least: Wir hatten eine medienträchtige geopolitische Krise in Ägypten.