Was uns das Gold/XAU-Ratio für 2011 sagt
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 1. Februar 2011, 20:00 Uhr
ENL5454
Im vergangenen Jahr haben wir uns im Jahresausblick auch das Gold/XAU-Ratio angesehen, also das Verhältnis zwischen Goldpreis und Entwicklung des XAU-Index.
Sie erinnern sich: im historischen Durchschnitt liegt das Gold/XAU-Verhältnis bei 1:4. Der Spitzenwert wurde im Oktober 2008 bei 1:11 erreicht, als die Goldminenaktien aufgrund der Krise dramatisch einbrachen. Der Spitzenwert bei 1:11 markierte rückblickend das günstigste Kauflevel aller Zeiten.
Bei einem Wert von über 4 kann man also davon ausgehen, dass Goldminenaktien im Vergleich zum Goldpreis günstig bewertet sind. Ein Wert von unter 4 zeigt dagegen eine Überbewertung der Goldminenaktien an.
Im Januar vergangenen Jahres, lag das Verhältnis bei 1: 6,88 - ein günstiger Wert.
Und heute? Sehen wir uns den folgenden Chart an, der uns einen Überblick über die Entwicklung des Gold/XAU-Ratio seit 2008 vermittelt:
Quelle: stockcharts.com
Wir sehen, derzeit liegt das Verhältnis bei 1: 6,47 - also immer noch ein günstiger Wert. Tatsächlich werden Goldminenaktien derzeit so bewertet, als stünde der Golpreis erst bei 829 US-Dollar pro Unze (gemessen am historischen Durchschnitt der Gold/XAU-Ratio) und nicht bei aktuell 1.341 US-Dollar pro Unze.
Fazit
Auch wenn man das Gold/XAU-Ratio nicht als alleinige Begründung anführen sollte (überhaupt darf man nie nur einen einzigen Faktor als Begründung für eine Überlegung oder These anführen), Goldminenaktien sind derzeit jedenfalls nicht teuer und nach der jüngsten Korrektur schon gar nicht zu teuer. Da ich bis zum Endes dieses Jahres sowieso von wieder höheren Goldpreisen ausgehe, gehe ich auch davon aus, dass sich die (Gold)minenaktien in diesem Jahr ebenfalls weiterhin gut machen werden. Das weitaus höhere Potenzial liegt aber eher bei den Junior-Minen, aufgrund des wachsenden Konsolidierungstrends im Minensektor.
Hierzu sollten Sie sich aber unbedingt vor Augen halten, wie wichtig es gerade im Minensektor (und gerade wenn es um kleine Minenunternehmen geht) ist, eine genaueste Analyse der Unternehmen durchzuführen. Nur so lässt sich schließlich die Spreu vom Weizen trennen, denn unter den zahllosen kleinen Minen- und Explorationsgesellschaften, die es weltweit gibt, erfüllt am Ende doch immer nur eine wesentlich geringere Anzahl die erforderlichen Kriterien, um einmal ein großes wichtiges Unternehmen oder zu einem Übernahmekandidat zu werden.
So long liebe Leser...das war's für heute zum Ausblick auf die Minenaktien in 2011....morgen lesen wir uns wieder, wenn Sie mögen, dann zu einem neuen Thema und schließlich zum Jahresrück- und Ausblick zu Silber....damit verabschiede ich mich für heute und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend...liebe Grüße...
Ihre Miriam Kraus
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Stefan Hertel (01.02. 2011 22:49 Uhr):
Sehr interessant - aber warum geben Sie das Verhältnis stets verkehrt herum an? Es ist jetzt natürlich 6,47 - nämlich GOLD:XAU - und nicht sein Kehrwert, denn je teurer Gold im Verhältnis ist, umso höher ist dieser Wert. Und wäre, wenn man kein Fachmann ist, für die "Juniors" nicht ein ETF wie GDXJ am besten?
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