Was passierte, als die Regierung in Japan eingegriffen hat
Nathan Lewis in Traders Daily
vom 2. Juni 2009, 12:00 Uhr
ENL5454
Bis zum 31. März 2003 hatte SMFG die ursprüngliche Gruppe der „Anlagewerte, die pleite oder quasi pleite" waren auf 144,5 Milliarden Dollar reduziert. Ein Rückgang um 78%. War das Problem damit gelöst?
Bis zum 31. März 2003 hatte die Bank „Anlagewerte, die pleite oder quasi pleite waren" im Wert von 524 Milliarden, wobei der Unterschied nicht in den Resten des vorherigen Jahrzehnts bestand, sondern in ganz neuen faulen Schulden, die durch die Rezession der Jahre 2001 bis 2002 hervorgerufen wurden.
Die Banken haben mehr oder weniger das getan, was sie auch hätten tun sollen. Die Regierung, die bei diesem Problem alles andere als nichts tat, hat die Wirtschaft mit einem Bombenteppich in Form der vermutlich zerstörerischsten Arten neuer Besteuerungen angegriffen, zuzüglich zu einer schrecklichen monetären Deflation, die sich bis ungefähr 2003 gehalten hat.
Irgendwann ist die Bank of Japan dahinter gekommen, wo das Problem liegt und sie hat den „ryoteki kanwa" Plan eingefügt, den man mit „quantitative Lockerung" ins Deutsche übersetzen kann. Dabei fiel der Yen unter den gleitenden Durchschnitt von 10 und 20 Jahren (!), die monetäre Deflation war in Japan nach 2003 kein Problem.
Endlich frei von der zerstörerischen monetären Deflation, ist es der Wirtschaft gelungen, eine bescheidene kurzfristige Erholung zu verzeichnen. Doch die Wirtschaft war auf seltsame Weise dem Tode geweiht, selbst wenn man die Schwierigkeiten berücksichtigt, die sich weltweit seit 2007 ereignen.
Tut die Regierung immer noch nichts? Wohl kaum. Die japanischen Steuerbarrieren der Regierung gibt es bis heute. Schon jetzt gibt es einen jährlichen Anstieg auf die Einkommenssteuern, die für jedes Jahr zwischen 2004 und 2017 festgelegt sind. Das wird irgendwann die Steuern von 13,6% auf 18,3% anheben. (Die Arbeitgeber passen es an, und es gibt kein Maximaleinkommen, bis zu dem es gilt.)
Und wie sieht es mit dem Anstieg der Steuern auf Dividenden von 10% auf 20%? Oder der Einführung einer brandneuen Steuer auf Kapitalgewinne aus Wertpapieren von 20%, da, wo es vorher praktisch keine Steuern gab? Und was ist mit dem 25%igen Anstieg der Einkommensteuer, die die Folge einer Löschung einer 20%igen Steuersenkung von 1998 sind?
Hinzu kommt, dass die Politiker alle davon sprechen, die Konsumsteuern (vergleichbar mit Absatzsteuern) zu von 5% auf 10% und mehr zu erhöhen. Bis im Jahr 1989 in Japan eine Konsumsteuer eingeführt wurde, gab es praktisch keine Steuern auf Konsum in Japan, nicht einmal auf der Ebene der Präfekturen oder der Gemeinden.
Diese Maßnahmen gleichen auf unheimliche Weise den Verfahren, die sowohl Herbert Hoover als auch Franklin Roosevelt ergriffen habe, die beide die Steuern während der gesamten Dreißiger erhöht haben und ganze Bootladungen von Geld für öffentliche Aufträge und andere Konjunkturprogramme ausgegeben haben - mit einem geringen langfristigen Effekt.
Man kann von Japan sicherlich eine Lektion lernen, aber es ist nicht die, die die meisten Leute im Sinn haben. Die Lektion heißt: halten Sie das Geld stabil und die Steuern gering. Als Japan noch den Goldstandard hatte, in den fünfziger und sechziger Jahren, und die Steuern nach und nach senkte, da war das Land noch das Wachstumswunder der Welt.