Was macht eigentlich der Euro im Moment?
Alexander Hahn in Investoren Wissen
vom 21. Januar 2010, 16:00 Uhr
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wenn Sie die Nachrichten in jüngster Zeit verfolgt haben, dann wissen Sie, dass der Euro aufgrund eines drohenden Staatsbankrotts Griechenlands aus fundamentaler Sicht stark unter Druck gekommen ist.
Dies macht sich natürlich auch in der technischen Analyse bemerkbar.
Im P&F-Chart hat der Euro-Dollar-Wechselkurs ein doppeltes Verkaufsignal mit einem vertikalen Preisziel von $1,32 gegeben. Zwar befindet sich der Euro noch über seiner bullischen Unterstützungslinie, jedoch wird diese bei einem weiteren Absacken der Währung unmittelbar durchbrochen.
Abb.: P&F Chart des Euro-Dollar Wechselkurses durch den US-ETF Tracker FXE
Im Wochenchart deutete sich die Schwäche des Euros gegenüber dem US-Dollar schon länger an. Bereits Ende November gab der Wochen-MACD aus einer überkauften Zone ein Verkaufsignal. Der RSI befindet sich seit Verlassen der „Roten 70er Zone“ in einem Abwärtstrend und der EMA(9) hat den EMA(18) letzte Wochen von oben nach unten durchkreuzt.
Abb.: Wochenchart des Euro-Dollar Wechselkurses
Aller Voraussicht nach scheint dies der Beginn einer recht dynamischen Abwärtsbewegung des Euro gegenüber dem Greenback zu sein.
Doch wie schaut es mit anderen Euro-Cross-Rates (= Wechselkursen) aus?
Gegenüber dem australischen Dollar hat der Euro seit Anfang 2009 um über 24% an Wert verloren. Das liegt natürlich auch daran, dass die autralische Notenbank als erste große Notenbank überhaupt die Zinsen stark angehoben hat (auf z.Z. 3,75%).
Abb.: Wochenchart des Euro-Australian Dollar Wechselkurses
Auch der Schweizer Franken gewann gegenüber dem Euro in den letzten 6 Wochen stark an Wert.
Abb.: Wochenchart des Euro-Schweizer Franken Wechselkurses
Der Euro-Yen Wechselkurs hält sich noch in einer Tradingrange, droht jedoch auch nach unten durchzubrechen.
Abb.: Wochenchart des Euro-Japanese Yen Wechselkurses
Neben dem „Aussie“ (=Australisches Dollar) gehört der Kanadische Dollar z.Z. zu den stärksten Währungen. Dies macht sich auch im Wechselkurs gegenüber der Einheitswährung Euro bemerkbar.
Abb.: Wochenchart des Euro-Canadian Dollar Wechselkurses
Und selbst die „Brownsche“ Weichspülwährung, das Britische Pfund, konnte in den letzten Wochen leicht zulegen.
Abb.: Wochenchart des Euro-British Pound Wechselkurses
Sollten die Probleme um den Euro in den nächsten Wochen nicht gelöst werden (.z.B. durch den Ausschluss Griechenlands aus der Euro-Zone oder Beihilfen für Griechenland), was ich für sehr unwahrscheinlich halte, dann droht unserer europäischen, einzig auf Vertrauen aufgebauten Kunstwährung Euro möglicherweise eine noch stärkere Abwertung gegenüber allen anderen Papierwährungen.
Und vermutlich erst recht gegenüber dem echten Geld, den Edelmetallen Gold und Silber. Wir werden sehen...
Beste Grüße






