Was ist der "Spread"?

Dr. Steve Sjugerrud in Baltimore in Traders Daily
vom


von Dr. Steve Sjugerrud in Baltimore

Was ist mit dem Begriff "Spread" gemeint? (Siehe obiger Beitrag von Herrn Vaupel)

Angenommen, Sie haben ein 5 Jahre altes Auto, das 12.500 Dollar wert ist. Sie gehen damit zu einem Autohändler und fragen, was er Ihnen dafür geben würde. Er sagt, dass er Ihnen 10.000 Dollar zahlen würde. Aber Sie sagen: "Hey, das ist nicht fair. Sie verkaufen doch genau dasselbe Auto da drüben für 15.000 Dollar!"


Die Differenz zwischen den 10.000 Dollar und den 15.000 Dollar ist der SPREAD.

Wenn Sie Ihr Auto selbst verkaufen würden, dann würden Sie natürlich lieber den Wert von 12.500 Dollar erhalten, als die genannten 10.000 Dollar. Und als Käufer würden Sie lieber einen Preis zahlen, der näher an den 12.500 Dollar als an den 15.000 Dollar des Händlers dran ist. Deshalb ist es für den Käufer am besten, wenn er den SPREAD ELIMINIEREN könnte ...

Bei großen Aktien wie Microsoft, Intel und fast jeder anderen Gesellschaft, von der Sie schon einmal gehört haben, gibt es wegen des Spreads keine Bedenken. Denn es gibt so viele Käufer und Verkäufer, dass man am besten bedient ist, wenn man einfach eine BILLIGST-Kauforder abgibt, denn dann erhält man die Aktien zum gerade dann aktuellen Marktkurs. (Während ich das schreibe, liegt der Spread bei Microsoft bei nur 1,5 Cent.)

Solange Sie kein blitzschneller Day-Trader sind, sollten Sie bei großen Aktien immer nur eine BILLIGST-Kauforder nutzen. Als Faustregel gilt: Ich definiere eine "große Aktie" als eine, die eine Marktkapitalisierung von über 1 Milliarde Dollar hat. Das deckt so ziemlich die meisten Aktien ab, bei denen Sie wahrscheinlich über einen Kauf nachdenken würden.

Jetzt könnte man mit mir über diese 1 Milliarden Dollar Regel streiten. Einige Leute könnten versuchen, mit einer anderen Strategie beim Kauf oder Verkauf ein bisschen zu sparen. Aber für fast alle Investoren ist eine BILLIGST-Kauforder bei solchen Aktien völlig in Ordnung. Sie würden es hassen, wenn Ihnen ein großer Gewinn durch die Lappen geht, weil Sie wegen einem halben Prozent den Einstieg verpasst hätten.

Bei kleinen Aktien (mit weniger als 1 Milliarde Dollar Marktkapitalisierung) sieht es allerdings anders aus – da müssen Sie den Spread bekämpfen. Kleine Aktien können einen signifikanten Spread haben. Da ist es riskanter, eine BILLIGST-Kauforder abzugeben, besonders zu Handelsbeginn (wie ich Ihnen zu Anfang mitgeteilt hatte). Die Lektion, die ich gelernt hatte, war diese: Gib bei kaum gehandelten Aktien keine BILLIGST-Kauforder ab – besonders nicht zu Handelsbeginn!

Lassen Sie uns nun einmal eine richtige Aktie ansehen. Nehmen wir Qualcomm.

Wenn Sie Aktien von Qualcomm kaufen wollen, dann finden Sie zwei Kurse – einmal den GELDKURS (33,09 Dollar) und einmal den BRIEFKURS (33,11 Dollar).

Der BRIEFKURS (auch ASK genannt) ist das, was Sie zahlen müssten, wenn Sie jetzt eine BILLIGST-Kauforder für diese Aktie abgeben würden. Lassen Sie uns nun den Spread ansehen. Der liegt bei 2 Cents. Ist es das wirklich wert, mit dem Trader wegen dieser 2 Cents einen Streit anzufangen? Ich denke nicht. Das ist sicherlich nicht vergleichbar mit dem Spread von 5.000 Dollar, den der Autohändler hat.

Also wenn Sie zum Marktkurs kaufen wollen (also den Kurs des Maklers von 33,11 Dollar akzeptieren), dann müssen Sie einfach eine BILLIGST-Order platzieren. Das instruiert dann den Makler, für Sie die Aktien zum aktuellen Kurs zu kaufen, wo immer der auch liegen mag.

Und beim Verkauf erhalten Sie den GELDKURS anstelle des BRIEFKURSES. Sie würden beim Verkauf also 33,09 Dollar erhalten.

Wenn Sie kaufen wollen, aber keine 33,11 Dollar zahlen möchten – weil Sie denken, dass 33,10 Dollar ein fairerer Kurs sind –, dann könnten Sie ein KAUFLIMIT in Höhe von 33,10 Dollar platzieren. Weil dieses Limit unter dem aktuellen Kurs liegen würde, besteht die Möglichkeit, dass Ihre Kauforder nicht sofort ausgeführt wird. Aber sie könnte ausgeführt werden. Aber ich würde mir wegen dieses einen Cents keine allzu großen Sorgen machen. Aber wenn ich bei meinem Kauf der 4 Dollar-Aktie ein Kauflimit abgegeben hätte – statt eine BILLIGST-Order –, dann wäre ich vom Makler nicht über den Tisch gezogen worden.


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