Was hoch steigt ...

unserem Korrespondenten Bill Bonner in Investors Daily
vom


von unserem Korrespondenten Bill Bonner

Das Leben ist ein Wettkampf. Die Leute stehen alleine oder in Gruppen im Wettbewerb – im Sport, in der Politik, der Mode, beim Sex, im Business und in der Wirtschaft. In den 1940ern hatte der Wettbewerb unter Nationen/Staaten einen Höhepunkt erreicht. Deutschland tat das. Russland tat das. Griechenland tat das und das. Großbritannien tat irgendetwas anderes. Für ein paar Jahre lang wurde fast jeder in Europa ins Spiel gebracht. Eine Person konnte zu einem Arbeits-Bataillon eingezogen, zum Kampf an die Front geschickt oder in einen Viehwagen gepfercht und in ein Vernichtungslager transportiert werden. Politik war ein Spiel der Macht, gespielt mit sterblichem Einsatz.


In nur wenigen Monaten hatte Hitler ein Imperium errichtet, das Europa dominierte. Die Deutschen hatten die Hälfte Frankreichs besetzt. Von der Mitte Frankreichs angefangen kontrollierten die Deutschen Europa bis zur Mitte Polens im Osten, und von Norwegen im Norden bis hin zum südlichsten Griechenland, der Insel Kreta im Mittelmeer (hinzu kamen auch große Gebiete in Afrika).

Aber Imperien, die schnell steigen – wie Bullenmärkte –, tendieren dazu, auch schnell zu kollabieren.

Napoleons Imperium hatte nur 16 Jahre gedauert. Das Tausendjährige Reich wurde innerhalb von nur 4 Jahren zerstört, nachdem Hitler die Sowjetunion angegriffen hatte.

Die Natur liebt Symmetrie und Balance. Wenn man zum Beispiel ein Brot durchschneidet, dann sieht es auf beiden Seiten gleich aus. Und der Meeresspiegel ist in San Francisco genau der gleiche wie in Odessa, obwohl beide auf gegenüberliegenden Seiten der Welt liegen.

Charts von Verrücktheiten eines Marktes tendieren dazu, symmetrisch zu sein. Starke Aufwärtsbewegungen auf der linken Seite finden ihr Spiegelbild in starken Abwärtsbewegungen auf der rechten Seite. Auf lange, sanfte Anstiege auf der linken Seite folgen gewöhnlich lange, sanfte Rückgänge auf der rechten.

Diese Tendenz in zu Balance und Symmetrie spiegelt sich auch in der politischen Welt wider. Das Römische Reich, das für seinen Aufbau Jahrhunderte brauchte, brauchte auch Jahrhunderte für seinen Untergang. Und das Dritte Reich wurde in nur ein paar Jahren errichtet – und es wurde auch in ein paar Jahren zerstört. Mehr dazu demnächst hier im Investor's Daily.


Artikel bewerten
Durschnittliche Wertung:
0 Sterne
Wertungen:
0 insgesamt
Artikel weiterempfehlen
Kommentar abgeben

* = Pflichtfeld, bitte unbedingt ausfüllen

Kommentare Kommentar abgeben