Was für den Aktienmarkt spricht
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 16. Juni 2008, 19:00 Uhr
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Wo geht der Markt hin? Darüber grübeln derzeit alle. Und niemand weiß es. Lassen Sie sich nichts erzählen. Niemand kann es seriös sagen. Warum? Weil keiner weiß, ob die Finanzkrise tatsächlich überstanden ist. Nach meinen Informationen wissen es viele Banker selbst nicht, wie wollen es da die Analysten wissen.
Das ist ja auch der Grund, warum die Kreditvergabe unter den Banken völlig zusammengebrochen ist. Weil selbst die Top-Banker in New York, London und Frankfurt nicht wissen, wie es wirklich aussieht. Man kann Prognosen erstellen, aber wissen tut es niemand. In solchen Marktphasen hilft es immer, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Alle „wenn, dann"-Szenarien mal über Bord zu werfen, und sich einfach nur auf die Fakten zu konzentrieren, was für den Aktienmarkt spricht und was gegen den Aktienmarkt spricht.
Heute schauen wir uns mal das Bullenlager an: Für den Aktienmarkt spricht der langfristige Trend der Hausse seit 2003. Das ist ein starkes Argument. Dazu kommt die hohe Liquidität aus den jüngsten Zinssenkungen in den USA. Und die niedrigen Zinsen.
Ein weiterer Pluspunkt, der oft vergessen wird: Die steigende Inflation hat auch positive Elemente. Wenn die Inflation höher ist als die Zinsen am Rentenmarkt, Geldmarkt oder auf dem Sparbuch, dann macht es keinen Sinn, Cash zu halten. Denn dann verliert man mit Cash effektiv Geld. (Es gibt aber durchaus eine Argumentation für Cash in Inflation, aber darauf gehe ich später ein).