Was die Weltwirtschaftskrise änderte
unserem Korrespondenten Bill Bonner in Investors Daily
vom 30. August 2004 18:00 Uhr
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Vor der Weltwirtschaftskrise gab es kaum öffentlichen Druck auf die Regierungen, dass sie etwas tun sollten, um die natürliche Abfolge von Auf- und Abschwung zu unterbrechen. Die, die unter den Abschwüngen normalerweise besonders litten, waren normalerweise reiche Leute, Unternehmer und Spekulanten ... und wer kümmerte sich schon um die? Politiker und Kapitalisten waren in den USA und sonst wo im späten 19. Jahrhundert keineswegs populär. Es gab wenige, die sich bei Wahlen zum Stadtrat überhaupt beteiligten.
Während und nach der Weltwirtschaftskrise allerdings versuchten die Zentralbanken und Regierungen, die Abschwünge, die die Menschheit seit dem Beginn der Zeit geplagt hatten, abzuschwächen. Keynes hatte eine Theorie, die ihnen sagte, was zu tun sei. Die Preise passen sich nicht schnell genug an, sagte er, weil sie "klebrig" seien. Die Regierung sollte deshalb seiner Meinung nach einspringen und die Wirtschaft beflügeln, indem sie die Steuern senkt und Geld ausgibt. Die Idee von Keynes war simpel: Die Regierung würde in guten Jahren Haushaltsüberschüsse erzielen, und Defizite in schlechten Jahren. Das würde das Auf und Ab der Wirtschaftszyklen glätten.
Jahre später haben Milton Friedman und Anna Schwartz ihre eigene Theorie hinzugefügt. Sie sagten, dass Depressionen durch zu geringen Geldumlauf hervorgerufen würden. Die Weltwirtschaftskrise sei durch viele Banken verschuldet worden, die das Geldangebot plötzlich reduziert hätten. Die hätte da einspringen müssen und das fehlende Geld schnell ersetzen sollen. Dass sie das nicht getan hat, war der größte Fehler der gesamten Ära, so das Duo der beiden Monetaristen Friedman und Schwartz.
Die Monetaristen sagen, dass ein Abschwung dadurch korrigiert werden kann, dass man mehr Geld druckt. Die Keynesianer sagen, dass das Problem durch höhere Staatsausgaben gelöst werden kann. Die Investoren können das eine nicht vom anderen unterscheiden, aber sie sind sich sicher, dass man da was machen kann. Ich verzichte auf eine detaillierte Kritik der beiden Schulen. Die Fakten sprechen meiner Ansicht nach für sich – Beispiel Japan.