Was bringt mir mein heutiger Halbtagesjob?
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 11. November 2009, 08:30 Uhr
billiges Geld ist der Treiber der gegenwärtigen Aktienmarktentwicklung. Alles, was dafür spricht, dass diese Zeit des billigen Geldes bald beendet sein wird, ist entsprechend schädlich für die Börsen. So geschehen in China. Gegen den Trend, alle anderen asiatischen Börsen können zulegen, verliert der Shanghai-Composite-Index (die Börse hat noch geöffnet). Experten rechnen dort nach einem starken Anstieg der Geldmenge M1 mit anziehenden Zinsen.
Soweit ist es in Amerika noch nicht. Erst kürzlich versprach die amerikanische Notenbank noch lange an der laschen Zinspolitik erst einmal festzuhalten. Gestern hielt der Dow Jones sein hohes Kurs-Niveau und kann marginal zulegen, wobei starke Kursbewegungen ausblieben. Es war auch an der Wall Street ein ungewöhnlich ruhiger Tag.
Keine Abendausgabe
Es wird heute keine Abendausgabe geben, da sowohl im Kindergarten als auch in der Schule ein Martinsumzug stattfindet. Da müssen auch die Eltern Gas geben und beispielsweise beim Aufbau im Kindergarten mithelfen. Ich werde daher heute schon um etwa 14.00 Uhr die Segel streichen müssen und dementsprechend mein Trading auf den verkürzten Handelstag ausrichten. Eventuell müssen eingegangene Trades früher beendet oder der die Stopp-Setzung angepasst werden.
Ich geh mit meiner Laterne ...
Das Martinsfest ist für meine Kinder ein großes Erlebnis und wird zu Ehren des Heiligen Martin von Tours veranstaltet (Sankt Martin), der seinen warmen Mantel mit einem Bettler teilte. In vielen Regionen Deutschlands ziehen Kinder mit selbstgebastelten Laternen durch die Straßen und singen dabei traditionelle Martinslieder. In der herbstlichen Atmosphäre wirkt das anschließende Martinsfeuer natürlich noch romantischer. Ich freue mich schon darauf! Eine willkommene Abwechslung zum Trading-Alltag.
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen habe ich auch diesmal ein paar Werte genauer für Sie unter die Lupe genommen. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades. Natürlich werden sich im Laufe des Handelstages auch noch andere interessante Trading-Chancen ergeben. Wie sich der Handelstag dann genau entwickelt hat, erfahren Sie in der Abendausgabe gegen ca. 18.30 Uhr.
Dax (DAX.I): einen Verlust habe ich noch zu beichten
Mit der gestrigen Einschätzung, dass sich keine Bullen-Flagge ausbilden wird, hatte ich Recht. Verbindet man die lokalen Hochs und die lokalen Tiefs, dann ergibt sich keine Form, die einer Flagge gleicht. Daneben lag ich aber mit meiner Trading-Idee, die ich im Markt beließ. Als am späten Nachmittag der Dax kurz unter die 5.600er-Marke und die 50er-Durchschittslinie (blaue Linie) fiel, wurde meine Stopp-Sell-Order ausgeführt (zu 5.594 Punkten). Damit erwischte ich aber nahezu das Tagestief, was immer wieder passiert und immer wieder etwas ärgerlich ist. Zur Prime-Time war dann jedenfalls der Trade schon wieder beendet. Mein Stopp griff bei 5.619 Punkten.
Die Kurs-Marke von 5.650 Punkten stellt sich als schwere Hürde für die bullisch eingestellten Marktteilnehmer heraus. Verstärkt wird dieser Widerstand durch die leicht abwärts gerichtete Linie. Die rote Linie ist die Abwärtstrendlinie, die vom Hoch des 20. Oktober nach unten gezogen wurde. Vorbörslich konnte der Dax aber schon exakt an 5.650 Punkte herankommen. Knapp darüber liegt bei 5.670/75 Punkten schon der nächste Widerstand. Im vergangenen Monat war dies eine Zone, die mehrfach als Unterstützungs- oder Widerstandsbereich fungierte. Leicht wird es also nicht für die Bullen!
Gelingt aber der Sprung über 5.675 Punkten, gehe ich long. Bis 5.750 Punkten sollte dann der neuerliche Aufwärtsschub anhalten können. Kommt es aber nicht soweit, werde ich den deutschen Leitindex verkaufen. Ansonsten bleibe ich dabei: Bei 5.600 Punkten bzw. der 50er-Durchschnittslinie (blaue Linie) werde ich wieder aktiv. Wird das gestrige Tief, welches ich ja leider erwischte, unterschritten, gehe ich ein Short-Abenteuer ein. Vielleicht kommt es dann doch noch zur Schließung der Aufwärtslücke vom Montag? Schön wär´s! Sorry, liebe Bullen!
Kann der Dax nach einer Schwächephase die 5.600er-Marke zurückerobern, kaufe ich den deutschen Leitindex. Hierbei muss ich aber mit einem schnellen Ende der Bewegung und des Trades rechnen, da die Abwärtstrendlinie dann nicht mehr weit ist und die Bullen schon weider eingebremst werden könnten. Notfalls, wenn sich zeigt, dass die Linie nicht zu durchbrechen ist, nehme ich eben nur ein paar Punkte mit und gebe mich damit zufrieden. Ohnehin muss ich bei meinen Aktivitäten auch immer berücksichtigen, dass ich nur einen Teil des Tages vor den Handelsmonitoren sitzen werde. Je später es also wird, umso stärker müssen auch die Signale sein, die ich trade.
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden.
Für Dax-Trades nutze ich ausschließlich auf den Dax. Diesen können Sie im CFX Trader via Kürzel DAX.I aufrufen.
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): Vorbörslich konnte schon die erste Hürde genommen werden -die Abwärtstrendlinie.
Wichtige Information für CFX Broker-Kunden: Seit 2.11. können Sie den CFD auf den Dax (und andere Indizes) auch schon vor dem offiziellen Börsenstart handeln
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Elmar Haas (11.11. 2009 16:30 Uhr):
1.Bitte hinsichtlich Abgeltungssteuer auch auf Devisengewinne eingehen. 2.Können Devisengewinne mit Vorsteuerverlusten (bis 2012)aus Aktien verrechnet werden ?
Antworten
