Was bezweckt Ben Bernanke?
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 03. April 2008 20:45 Uhr
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Liebe Leser,
gestern noch stieg der Goldpreis auf dem Spotmarkt wieder über die 900 USD-Marke und schloss bei 904 USD pro Feinunze in New York.
Auslöser dafür war zunächst die gestrige Rede des FED-Chefs Ben Bernanke vor dem US-Kongress. Bernanke warnte zunächst vor der Möglichkeit einer US-Rezession im ersten Halbjahr. Interessant daran ist, dass er das Wort Rezession in diesem Zusammenhang zum ersten Mal öffentlich in den Mund genommen hat.
Weiterhin bereitet dem armen Mann nun auch noch die Inflation Sorgen.
Das klingt wirklich nicht so gut, nicht wahr?! Und so setzte denn auch zunächst einmal ein, was einsetzen muss, nach so einer Rede: Der EUR/USD stieg ein bisschen an auf 1,5703, die Aktienmärkte nahmen’s auch nicht so positiv auf und die Rohstoffpreise legten wieder zu.
Das war gestern! Aber, was geht mich schon mein Geschwätz von gestern an, mag sich dann so mancher überlegt haben! Und hat dann noch weiter überlegt….
Und zwar möglicherweise wie folgt: Zugegeben Ben hat sich zur gegenwärtigen Lage in den USA nicht positiv geäußert. Warum auch?! Schönreden bringt ja nix! Andererseits hat er aber eine durchaus rosige Vorstellung von der Zukunft! Warum auch nicht?! Was spricht dagegen, dass sich dann tatsächlich im zweiten Halbjahr die Konjunktur wieder beleben lässt.
Und ganz besonders interessant: Ben macht sich Sorgen um die wachsende Inflation! Bedeutet dies gar, er strebt keine neuen Zinssenkungen an? Oder zumindest nicht mehr in dem Ausmaß wie bisher? Vielleicht weil sein Spielraum auch so langsam ziemlich ausgeschöpft ist? Dies kann einen schon ins Grübeln bringen….
Ausschlaggebender Faktor USD
Doch der wahrscheinlich wichtigste Faktor innerhalb solcher Grübeleien, muss dann irgendwann der US-Dollar werden.
Der US-Dollar der in den letzten Monaten so viel an Wert verloren hat, dass die Marktteilnehmer inzwischen in den Startlöchern sitzen und auf eine Erholung warten.
Und wer dann in seine Grübeleien, nicht nur die neuen Überlegungen in Bezug auf die mögliche künftige Zinspolitik der FED, sondern auch noch die neusten Hiobsbotschaften aus Europa mit einbezieht der erwartet mit Sicherheit irgendwann eine US-Dollar-Erholung.
Und die gab es dann heute auch erst einmal auf dem Frühstückstablett! Tatsächlich fiel der EUR/USD heute Vormittag zunächst einmal unter 1,5523. Zeitgleich in einer Korrelation von bald 1:1 (na gut, 0,7:1) gaben auch die Goldpreise ab. Ein Szenario wie es sich Ben sicher auch wünscht!
Wie es weiter ging lesen Sie im zweiten Teil…
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