Warum viele Kleinanleger immer denselben Fehler machen
Tom Firley in Investors Daily
vom 24. Oktober 2008, 18:00 Uhr
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Liebe Leser,
eines habe ich in 15 Jahren Börsen- und Börsenbrief-Erfahrung gelernt: Man kann es keinem Leser zu 100% recht machen.
Ich sage dies vorab, da ich heute etwas Ungewöhnliches, aber für sehr viele Leser sehr Nützliches schreiben werde. Heute werde ich Ihnen im zweiten Beitrag kurz und knapp (und ohne Werbung!) einige ausgewählte Börsendienste vorstellen. Börsendienste, die zu meiner Pflichtliteratur gehören. Warum ich dies tue?
Aus dem Nähkästchen eines Verlagsmenschen und Börsianers:
1.) In den letzten Wochen erhalte ich immer wieder Leserfragen wie: „Was halten Sie von dem Börsendienst, was halten Sie von jenem?" In der Regel erhalte ich solche Fragen, wenn der Dax oder die Weltbörsen wie im vollen Hausse-Modus sind. Aktuell scheint aber die einzigartige Börsenphase alles auf den Kopf zu stellen und Sie als Leser sind nach wie vor daran interessiert, an der Börse zu hantieren.
Und das, liebe Leser, freut mich sehr. Es freut mich einfach, dass Sie nicht - wie viele andere - das Handtuch geschmissen haben und stattdessen „weitermachen", sich interessieren für Gewinne mit Aktien und die Börse generell.
2.) Punkt 2 knüpft direkt an Punkt 1 an. Die meisten Kleinanleger (und das sind wir nun mal als Private fast alle) neigen dazu, erst wieder börsen-hellhörig zu werden, wenn das Meiste an der Börse schon wieder gelaufen ist. Die Historie zeigt:
Natürlich war es nach der großen Baisse 2000 bis 2003 erst einmal sinnvoll, abzuwarten, bis sich die Wogen geglättet haben. Schauen wir uns kurz den Dax-Chart an:
Nach dem Tief im März 2003 trauten natürlich die meisten Anleger dem Börsenbraten nicht so recht. Auch ich nicht. Zu oft wurden die letzten (von vielen Analysten so genannten) „endgültigen" Tiefs wieder unterboten - kommt Ihnen das aktuell nicht bekannt vor?). Auch in der darauf folgenden Aufwärtsbewegung waren die meisten Anleger in Lethargie gefangen, obwohl „mein" 256-Tage-GD (=Jahresdurchschnitt) oder spätestens die nach oben durchbrochene Abwärtstrend-Linie erste Kaufsignale anzeigten (schwarz eingekreist).
Einige Anleger wurden aber erst wieder lange nach dem Seitwärtsjahr 2004 und der dann einsetzenden Aufwärtsbewegung wieder hellhörig. Nach dem Break der 5.000er Marke wachten dann weitere Börsianer aus Ihrem Dornröschenschlaf auf. Das Fatale:
Sehr viele Börseninteressierte entschieden sich erst nach dem Überwinder der 7.000er MArke, als das Allzeithoch greifbar war, für die Geldanlage in Aktien. Und tätigten Investitionen, die geplant wohl etwas länger hätten halten sollen. Es würde mich nicht wundern, wenn genau diese Anleger der Börse nun ein für allemal den Rücken kehren würden. Die Erfahrung lehrt aber: Genau diese Anleger wollen von der Börse solange nichts mehr wissen, bis wieder neue Allzeithochs greifbar sind...
Und aus diesen beiden Gründen stelle ich Ihnen weiter unten einige Börsendienste vor, die Sie sich genau jetzt anschauen könnten. Wenn die Börse wieder Richtung Höchststände geht, dann werden alle diese Börsendienste mit großer Wahrscheinlichkeit auch sehr gute Ergebnisse vorweisen. Aber unter uns Klosterschwestern: Das ist dann auch keine Kunst. In einer Hausse funktioniert fast jede Strategie. Die Spreu trennt sich in der Baisse oder in schwierigen Zeiten vom Weizen!
Daher ist es genau jetzt interessant, was die Börsenprofis zu sagen haben und was Sie jetzt konkret empfehlen.
Und zwar in der Tat ausgerechnet heute. An einem Tag, an dem der Dax einen der historisch schwärzesten Tage seiner Historie erlebt. Denn genau jetzt sollten Sie sich für die Börse, die Börsen-Experten und deren konkreten Empfehlungen interessieren. Wann sonst?
Also, wer mag, kann sich meine subjektiven Börsendienst-Darstellungen (werbefrei und ohne Superlativen!) im zweiten Beitrag anschauen. Ansonsten wünschen ich Ihnen ein
Schönes Wochenende
Ihr
Tom Firley
