Warum tendiert der DAX so lange seitwärts?

in Wave Daily zum Thema Dax 30
vom


bereits zu meinem letzten Urlaub Anfang August erhielt ich folgende Nachricht eines Lesers, die Sie auch hier (am Ende des damaligen Beitrags) nachlesen können:

"Sehr geehrter Herr Weisenhaus, ich wünsche Ihnen einen erholsamen Urlaub und bedanke mich für ihren Einsatz. Vielleicht sollten Sie mit dem Gedanken spielen, einmal 2 Wochen keine Märkte zu verfolgen und das Internet abschalten und statt dessen über Grundsätzliches nachzudenken. Meine Erfahrung war immer die, dass wenn ich weiterhin die Märkte verfolgt habe, weil ich investiert war oder neugierig war, der Erholungswert gegen 0 (in Worten NULL) ging und auch meine Investitionsentscheidungen nicht besser wurden. ... Natürlich freut es mich besonders, wenn sie über die Verbesserung Ihres Services nachdenken, aber denken Sie auch über ihre Gesundheit nach. Ohne die ist nämlich alles NICHTS."



Verbesserung des WAVE Daily

Zur Verbesserung des WAVE Daily hatte ich ursprünglich eine Lösung angestrebt, die vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zum Tragen kommt. So wollte ich den Anteil an konkreten Elliott-Wellen-Analysen erhöhen. Da, neben meinen eigenen EW-Analysen, Herr Schröder derzeit des Öfteren Gastbeiträge liefert und der Schwerpunkt hier ganz klar auf den Elliott-Wellen liegt, hat sich dies jedoch aktuell erledigt. Und so erhalten Sie auch heute wieder (im dritten Teil) von Herrn Robert Schröder eine lupenreine Elliott-Wellen-Analyse, in diesem Fall eine Fortsetzung seiner DAX-Analyse vom Montag.


Verbesserung meines Befinden

Aber ich habe nicht nur über die Verbesserung des WAVE Daily nachgedacht, sondern auch die Tipps des Lesers zur Erholung und Gesundheit berücksichtigt. Und so habe ich im Urlaub maximal einen kurzen Blick in eine Zeitung geworfen, mich ansonsten aber komplett von den Märkten fern gehalten. Lediglich auf dem Rückflug am 18. September habe ich im Flieger in der Zeitung "Die Welt" gestöbert. Und hier habe ich gleich mehrere Themen gefunden, die ich in den kommenden Ausgaben noch näher betrachten werde (einen Ausblick habe ich Ihnen ja bereits am Mittwoch gegeben).


Ein Thema beherrschte die Medien

Eines dieser Themen wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Ihnen begegnet sein (man kam kaum drum herum):
Am 15. September jährte sich zum zweiten Mal der Kollaps der US-Investmentbank Lehman Brothers, der im Wesentlichen als Ausgangspunkt für die heftigste Banken- und Wirtschaftskrise seit den 30er Jahren gilt.


Zertifikate wurden zu Unrecht verurteilt

Damit verbunden begann eine Hetzjagd auf das Anlageprodukt "Zertifikat" im Allgemeinen. Ich vor einer Verteufelung dieses Anlagewerkzeugs nur warnen. Mit Zertifikaten lassen sich hervorragend Anlageideen umsetzen. Man sollte sich vor deren Anwendung nur über die Funktionsweise im Klaren sein. Das gleiche gilt aber ebenso für Aktien, Optionsscheine oder CFDs. Wer sich zum Beispiel mit den "Griechen" bei Optionsscheinen nicht auseinandergesetzt hat, kann sich nachher nicht beschweren, wenn z. B. der Wert des Optionsscheins verfällt, obwohl man auf die richtige Richtung im Basiswert (Long oder Short) gesetzt hat.

Über CFDs hatte ich ja während meiner Abwesenheit ein wenig berichtet. Informieren Sie sich also immer ausreichend, bevor Sie auf den Kaufen- oder Verkaufen-Button klicken. Sie kaufen doch auch kein Gebrauchtwagen, ohne sich vorher ausreichend über dessen Funktionsweise und Funktionsfähigkeit informiert zu haben!


Warum tendieren die Aktienmärkte so lange seitwärts?

Zuletzt habe ich auch immer wieder gelesen, dass sich der DAX schwer tut, dass "Lehmann-Niveau" von vor zwei Jahren zu überschreiten und das genau dieses Niveau derzeit eine so hohe Relevanz für den Markt hat. Dies ist sicherlich richtig, wenn natürlich auch nicht die Lehmann-Pleite allein hierzu führte. Damit wurde die Situation nur für alle Welt sichtbar und deutlich gemacht.

Auch die wirtschaftliche Lage hat sich bis heute eigentlich nicht merklich verbessert. Die Probleme haben sich nur verschoben. Aus der US-Immobilienkrise wurde eine Bankenkrise wurde eine Finanzkrise wurde eine Wirtschaftskrise und nach wie vor dienen die Rettungspakete als Anker in der rauen See. Ohne diese möchte ich gar nicht wissen, wo wir heute ständen. Bis sich andeutet, dass diese Probleme annähernd verdaut sind, ist es nur verständlich, dass die Märkte seitwärts tendieren.

Es gibt aber auch eine charttechnisch besondere Marke, die für den aktuellen Zwischenstopp sowohl im DAX als auch in den US-Märkten verantwortlich gemacht werden kann. Hierzu mehr im heutigen zweiten Teil...


von
Sven Weisenhaus
Sven Weisenhaus

Sven Weisenhaus handelt seit mehr als 10 Jahren Aktien, Zertifikate und inzwischen hauptsächlich CFDs. Im Wave Daily dreht es sich meist um Elliot Wellen.

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