Warum Sie die Quartalsberichts-Saison in den USA nicht überbewerten sollten
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 06. Mai 2008 19:00 Uhr
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Die Märkte entspannen sich ja nun wieder etwas. Der DAX hat immerhin in den letzten 2 Wochen gut 400 Punkte zugelegt. Auch der Dow Jones hat sich gut erholt und sich wieder deutlich von der wichtigen unteren Marke von 11.700 Punkten entfernt. Darunter wird es nämlich kritisch.
In den letzten 2 Wochen ist der Dow Jones von 12.300 Punkten auf knapp 13.000 Punkte angestiegen. Der Grund ist die Berichtssaison, die besser ausfällt, als viele erwartet haben. Viele Unternehmen haben die Erwartungen übertroffen. Plötzlich sind wieder alle Anleger happy und man liest und hört schon die ersten Kommentare, dass die Finanzkrise nun überwunden sei.
Aber wie lautet der Spruch des bekannten amerikanischen Sport-Reporters Lee Corso so schön: „Nicht so schnell, mein Freund.“ Vielleicht sollten sich die ganzen Jubel-Bullen mal vor Augen führen, dass die Quartalsergebnisse in den USA deshalb so gut und häufig über den Erwartungen waren, weil die Analystenschätzungen für viele Werte im Vorfeld auch deutlich gesenkt wurden.
Es ist keine Kunst und sagt wenig über den Zustand der Volkswirtschaft aus, eine Messlatte zu überspringen, die im Vorfeld gesenkt wurde. Das war ein cleverer Schachzug der Mächtigen aus Politik und Wall Street, um die Stimmung zu beruhigen. Und viele Leute sind hier voll auf den Leim gegangen.