Warum Sie 2011 möglichst wenig Euros halten sollten (2/2)
Karim Rahemtulla (US-Korrespondent) in Investoren Wissen
vom 29. Dezember 2010, 16:00 Uhr
ENL5454
(Fortsetzung des gestrigen Artikels)
Eine andere Kraft, welche sich negativ auf den Euro auswirkt, ist die Situation hier in den Vereinigten Staaten.
Im Jahr 2011 könnte der US-Dollar seine Position als Reservewährung wieder verfestigen. Es gibt Anzeichen dafür, dass die US-Wirtschaft 2011 mehr als erwartet wachsen könnte, was die Notwendigkeit eines zusätzlichen Stimulus verringern würde. Außerdem besteht immer noch die Möglichkeit, dass sich die US-Regierung an ihr Wahlversprechen hält und ein strenges Sparbudget verabschiedet.
Wenn dieses Szenario eintritt, könnte der Euro die einzige Währung sein, welche nach Belieben gedruckt wird.
Deutschland könnte Stärke wollen… Aber es mag Schwäche
Denken Sie auch daran, dass eine schwache Währung im Interesse der Eurostaaten liegt, unabhängig davon, was die Quatschköpfe der Europäischen Union in der Öffentlichkeit dazu sagen (das gleiche trifft auf US-Politiker zu, wenn sie eine „starke Dollar Politik“ betonen).
Beispielsweise sind die deutschen Fabriken zur Zeit komplett ausgelastet, da der tiefe Euro die Exporte steigen lässt. Sie können darauf wetten, dass sich die Deutschen öffentlich für einen starken Euro aussprechen. Aber haben sie bisher etwas gegen den Absturz getan?
Deutschland ist die beste und schlechteste Position was den Euro angeht.
- Auf der einen Seite leidet es als stärkstes Land der Eurozone unter der starken Abwertung
- Aber als der größte Exporteur hat das Land aufgrund des schwachen Euro auch die größten Vorteile.
Aber trotz dem Gerede um eine mögliche Aufspaltung der Eurozone wird dies nicht passieren.
Warum?
Auf Nimmer Wiedersehen Euro? Nein!
Weil Deutschland es einfach nicht erlauben würde.
Ja, Sie haben richtig gehört. Trotz der rhetorischen Reden aus Deutschland (welche am lautesten waren), wird das Land eine Aufspaltung der Währung nicht erlauben. Es gibt Schätzungen darüber, dass heute die Deutsche Mark doppelt so viel Wert wäre wie der Euro. Wenn Deutschland wirklich die Eurozone verlassen würde, würde das Land in eine schnelle und gewaltige Rezession stürzen, da die Güter und Dienstleistungen aufgrund der Aufwertung der DM in vielen Teilen der Wert nicht mehr wettbewerbsfähig wären.
Es lässt sich festhalten, dass der Euro 2011 nicht einfach verschwinden wird... und auch nicht bald. Aber er sollte im Jahr 2011 weiter abwerten.
Mein Ziel für den Euro im Jahr 2011 liegt bei $1,15. Gemäß der Kaufkraftparität sollte er sogar noch tiefer stehen. 2011 dürfte nicht das Jahr des Euros werden.
Erfolgreiches Investieren
Karim Rahemtulla
ähnliche Beiträge:
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Klaus Schmid (31.12. 2010 14:23 Uhr):
Sehr geehrter Herr Karim Rahemtulla, Ihren Kommentar kann ich so nicht nachvollziehen da stimmt einiges nicht. Ich verweise hier auf Kommentare von Bill Bonner die meiner Meinung eher die Wirklichkeit abbilden. Mit freundlichen Grüßen Klaus Schmid
Antworten - Kommentar von hcvberlin (02.01. 2011 11:51 Uhr):
...das war der seit langem schlechteste und am wenigsten mit Fakten fundierte Lagebericht eines angeblichen "Spezialisten", den ich gelesen habe! Die 1,15 beim Euro gegen den Dollar halte ich fuer noch unrealistischer als die fahrigen Analysen ueber zwei durch gezielt schlecht manipuliertes (Polit-) Management in den Abgrund driftenden Volkswirtschaften...
Antworten